VBIO-Newsletter 44/2019

wenn wir von einer Ameisenstraße sprechen, bezeichnen wir so eine Strecke, die von vielen Ameisen genutzt wird und oft gut sichtbar über einen Weg verläuft. Dass Ameisen aber auch selber Straßen bauen können, haben jetzt Biologen aus Regensburg herausgefunden. Da wurde kurzerhand ein Pfad durch Papiergräser geschnitten, um auf dem kürzesten Weg die Zuckerlösung zu erreichen. Mensch und Ameise haben beim Straßenbau wahrscheinlich mehr gemeinsam als man dachte. Genauso sieht es auch bei Menschen und Mäusen aus, denn jede Maus ist anders und entwickelt ihre eigene Persönlichkeit. Vom Nesthocker bis zum mutigen Draufgänger ist alles dabei und diese Persönlichkeiten konnten bei Mäusen jetzt sogar gemessen werden.

Heute können wir im VBIO-Newsletter auch mal wieder eine positiv Meldung veröffentlichen: Das Vietnam-Kantschil lebt. Der „Maushirsch“ war schon auf der „Liste der 25 meistgesuchten verlorenen Spezies“ und wurde jetzt in einer Kamerafalle gesichtet. Definitiv ausgestorben ist jedoch Danuvius guggenmosi, aber immerhin lieferte er noch den Beweis, dass unsere Vorfahren aus Europa schon aufrecht gehen konnten. So wird auch hier wieder die Sichtweise auf die Evolution der großen Menschenaffen und des Menschen in Frage gestellt. Und wenn Klimaskeptiker ambitionierte Klimapolitik behindern, dann hilft gegen Fake News in der Klimadebatte nur ein guter demokratischer Diskurs. Wie das geht, zeigt eine neue Studie des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC.

Fallen auch Sie nicht auf Fake News herein und lesen Sie die echten News in unserem VBIO-Newsletter.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Wissenschaft

Schweizer Taschenmesser für die Genomforschung

Der Traum eines jeden Genetikers: Ein einfach zu bedienendes Programm, das Enhancer-Regionen identifiziert, sie unter verschiedenen Bedingungen in der Zelle vergleicht und ihren Genen zuordnet. Ein Forschungsteam um Martin Vingron am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik hat nun ein Programmpaket entwickelt, das all dies beherrscht.

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Wissenschaft

Nach 28 Jahren wiederentdeckt: Das Vietnam-Kantschil

In Zeiten massiver Verluste an biologischer Vielfalt sind Nachrichten vom Aussterben von Tier- und Pflanzenarten die Regel. Doch jetzt können Global Wildlife Conservation (GWC), Southern Institute of Ecology in Vietnam und das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) die Wiederentdeckung einer seit 1990 nicht mehr dokumentierten Tierart vermelden. Das…

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Wissenschaft

Beitrag der Küsten zum Klimawandel womöglich unterschätzt

Permafrostküsten machen etwa ein Drittel der gesamten Küstenlinie der Erde aus. Infolge des beschleunigten Klimawandels tauen weitläufige Küstenabschnitte auf und erodieren in den Arktischen Ozean. Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht wurde, zeigt nun, dass entlang dieser erodierenden Permafrostküsten in der Arktis große Mengen an…

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Nachhaltigkeit

Gegen Fake News in der Klima-Debatte

Ob wir die Treibhausgas-Emissionen drastisch senken können, hängt auch von der Qualität des demokratischen Diskurses ab. Eine MCC-Studie geht diesem Zusammenhang auf den Grund.

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Wissenschaft

Auf den Spuren der Erinnerung

Der Mensch lernt, solange er lebt, und dies geschieht gewöhnlich durch Erfahrung und Interaktion mit seiner Umwelt. Aber wie übersetzt das Gehirn Informationen von außen in eigene Erinnerungen? Ein internationales Forscherteam hat im Rahmen des „Human Brain Project“ die neuronalen Schaltkreise in dem Teil des Gehirns untersucht, der an der Bildung von Erinnerungen, Verhalten und…

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Wissenschaft

Ameisen bauen Straßen, um Umwege zu vermeiden

Straßen ermöglichen ein schnelles Vorankommen zwischen Orten, verursachen jedoch auch Kosten bei deren Konstruktion und Erhalt. Auch Ameisen bauen Straßen – bevorzugt dann, wenn diese den Weg stark verkürzen. Das haben nun Biologen an der Universität Regensburg herausgefunden. Somit zeigen Ameisen und Menschen interessante Gemeinsamkeiten im Straßenbau, die unser Verständnis von…

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Wissenschaft

Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt

Der aufrechte Gang und die gemeinsamen Vorfahren des Menschen und der Menschenaffen haben sich möglicherweise nicht in Afrika, sondern in Europa entwickelt. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsteam um Professorin Madelaine Böhme vom Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen in einer am Mittwoch im Fachmagazin Nature…

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Wissenschaft

Forscher filmen massenhaften Zell-Untergang

Während der Embryonalentwicklung finden massive Umbauprozesse des Gewebes statt. Dabei gehen Millionen von Zellen freiwillig in den Tod. Forscher der Universität Bonn haben mit Kollegen aus Japan und den Niederlanden eine Methode entwickelt, mit der sich dieser Massen-Zelluntergang in Embryonen der Maus filmen lässt. Ihre Ergebnisse sind in der Zeitschrift „Cell Death & Differentiation“…

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Wissenschaft

Unterschiedliche Persönlichkeiten in Mäusen identifiziert

Genau wie der Mensch ist jede Maus anders. Einige sind schnell dabei, eine neue Umgebung zu erkunden, während andere es vorziehen, im Komfort ihres Nestes zu bleiben. Einige ziehen es vor, in der Nähe ihrer Gefährten zu bleiben, während andere lieber alleine sind. Diese einzigartigen Eigenschaften eines Individuums bleiben im Laufe des Lebens ziemlich stabil und definieren die…

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Wissenschaft

Neue Erkentnisse zur Evolution der Fleischfliege

Um neue Erkenntnisse über die Evolution der Fleischfliegen zu gewinnen, hat sich ein internationales Forscherteam unter Leitung von Eliana Buenaventura vom Museum für Naturkunde Berlin mit der Genitaluntersuchung von männlichen Fleischfliegen (Sarcophagidae) und der Auswertung von mehr als 900 genetischen Datensätzen beschäftigt. Das Ergebnis ist, dass die Klassifizierung von…

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