VBIO-Newsletter


VBIO-Newsletter 43/2019

 

 

 

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VBIO-Newsletter 42/2019

wenn Schmetterlinge sprechen könnten, könnten sie uns vielleicht erzählen, wie sich die Dinosaurier angehört haben. Ohren hatten sie da nämlich schon. Was Nachtfalterohren mit Fledermäusen zu tun haben, hat jetzt ein internationales Forscherteam mit Hilfe fossiler Schmetterlinge untersucht und einen neuen Stammbaum erstellt, der auch aufzeigt, wann sich bei den Tag- und Nachtfaltern bestimmte Schlüsselmerkmale entwickelt haben. Reisen wir weiter in der Zeit und kommen wir zur Evolution der Landpflanzen. Hier wurden mit Hilfe enormer Rechentechnik, die aktive Gene von mehr als 1.000 Grünalgen, Moosen, Bärlappgewächsen, Farnen, Nacktsamern und Blütenpflanzen analysiert. Gezeigt hat sich, dass auch manchmal weniger mehr ist und Reduktion ein evolutionärer Vorteil sein kann.

Auf jeden Fall weniger ist die Artenvielfalt der Regenwürmer in den Tropen. Obwohl die Biodiversität hier oberirdisch weitaus größer ist, gibt es in unseren Breiten deutlich mehr Regenwurmarten. Die „Ökosystem-Ingenieure“ könnten auch noch eine wichtige Rolle beim Klimawandel spielen, denn hier muss auch die unterirdische Artenvielfalt geschützt werden.

Sie möchten im Winter auch gerne im warmen Afrika sein? Der Traum, den sich Zugvögel im kalten Winter erfüllen, lohnt sich jedoch nicht immer. Sanderlinge haben eine geringere Überlebenschance wenn sie zum Überwintern nach Westafrika fliegen. Und wenn Sie jetzt das Urlaubsfieber packt und Sie auch gerne Meeresfrüchte verzehren, sollten Sie sich über Vibrio parahaemolyticus informieren, ein Krankheitserreger aus dem Meer, der mit „Abenteurer“-Zellen für seine Verbreitung sorgt.

Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Langstreckenflüge bei Zugvögeln lohnen nicht immer Ein weiter Weg ins Winterquartier lohnt sich für Zugvögel nicht immer: Sanderlinge haben eine geringere Überlebenschance wenn sie zum Überwintern nach Westafrika fliegen. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Studie unter Federführung von Dr. Jeroen Reneerkens (University of Groningen und Royal Netherlands Institute for Sea Research, Niederlande), an der auch der Biologe Johannes…
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    Wissenschaft Krankheitserreger aus dem Meer Im Küstenbereich der Meere lebt das Bakterium Vibrio parahaemolyticus, einer der Hauptverursacher von Magen-Darm-Infektionen beim Menschen. Ein Forscherteam um Simon Ringaard vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg untersucht, wie sich die Bakterien an die wechselnden Umweltbedingungen der Gezeitenzone anpassen. Ein spezieller Zelltyp, die „Abenteurer“-Zelle,…
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    Aktiv werden! Mitmachen beim BundesUmweltWettbewerb 2020! Der BundesUmweltWettbewerb (BUW) ist ein jährlich durchgeführter, bundesweiter Projektwettbewerb für Jugendliche und junge Erwachsene mit Interessen in den Bereichen Umwelt/nachhaltige Entwicklung. Der BUW wird seit 1990 vom BMBF gefördert und vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) organisiert und durchgeführt. Der Wettbewerb wird von der KMK…
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    Wissenschaft Lokale Regenwurm-Vielfalt in Europa größer als in den Tropen An einem Ort der gemäßigten Breiten gibt es meist mehr Regenwürmer und mehr Regenwurmarten als an einem Ort gleicher Größe in den Tropen. Der Klimawandel könnte das Vorkommen von Regenwürmern und ihre Funktionen für Ökosysteme weltweit verändern. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Studie, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science veröffentlicht wurde. Für die Studie…
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    Wissenschaft Ausgestorbene Krim-Eidechse war Italiener Ein 120 Jahre altes Sammlungsstück einer „Krim-Eidechse“ wurde von Senckenberg-Forschern gemeinsam mit einem ukrainischen Kollegen untersucht. Die Tiere galten bislang als eine nur auf der Halbinsel vorkommende Smaragdeidechse. Mittels Erbgut-Untersuchungen konnte das Team zeigen, dass es sich bei den Reptilien stattdessen um eine aus Italien eingeführte Art handelt. Die Ergebnisse…
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    Wissenschaft Genmutation verantwortlich für Trennung der Gehirnhälften Eine Genmutation ist dafür verantwortlich, dass die beiden Gehirnhälften von Fruchtfliegen getrennt bleiben und der Informationsaustausch zwischen rechter und linker Gehirnhälfte nicht funktioniert. Das hat eine Arbeitsgruppe um Rashmit Kaur und Thomas Hummel vom Department für Neurobiologie der Universität Wien in einer aktuellen Studie herausgefunden.
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    Wissenschaft Zeitreise durch die Evolution der Landpflanzen Über neun Jahre hat ein internationales Forschungskonsortium sämtliche aktive Gene von mehr als 1.000 Grünalgen, Moosen, Bärlappgewächsen, Farnen, Nacktsamern und Blütenpflanzen mittels enormer Rechentechnik analysiert, Gene und Genfamilien in Stammbäumen angeordnet und die pflanzlichen Verwandtschaftsbeziehungen entschlüsselt. Die in der Fachzeitschrift „Nature“ erschienene Publikation…
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    Hochschule Auftakt der DFG-Fachkollegienwahl – Online Voting Auftakt der Fachkollegienwahl 2019 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG):
Bis zum Montag, den 18. November, 14 Uhr, können rund 150 000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland online ihre Vertreterinnen und Vertreter für die Fachkollegien der DFG wählen, die eine zentrale Rolle im System der wissenschaftlichen Selbstorganisation und bei der Beurteilung von…
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    Wissenschaft Von Nachtfalterohren und Fledermäusen: Die Evolution der Schmetterlinge im neuen Licht Der größte jemals von einem internationalen Expertenteam genutzte Datensatz zur Analyse der Evolution der Tag- und Nachtfalter erbrachte ein völlig überraschendes Ergebnis: „Ohren“ als Schlüsselmerkmale innerhalb der Gruppe der Nachtfalter entstand neun Mal im Verlauf der Evolution dieser Insektengruppe unabhängig voneinander. Allein vier Mal unabhängig voneinander traten Hörorgane…
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    Wissenschaft Dramatischer Abwärtstrend bei den Feldvögeln hält an – Analyse der DO-G Die Bestandsrückgänge von Rebhuhn, Kiebitz, Feldlerche und vielen weiteren Vogelarten der Agrarlandschaft halten nicht nur an, sie haben sich in den letzten Jahren sogar weiter beschleunigt. Dies geht aus der Analyse einer Fachgruppe der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) hervor.
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VBIO-Newsletter 41/2019

wenn es diese Woche ein Wort gibt, das wir wohl langsam nicht mehr hören können, dann das Wort „Brexit“. Wahrscheinlich geht es den Engländern genauso. Was hat der Brexit mit den Biowissenschaften zu tun? Mehr als man denkt und leider auch im negativen Sinn. Zwei neue Studien zeigen die negativen Auswirkungen auf die Forschung im Vorfeld des Brexit und mögliche Langzeitfolgen für wissenschaftlichen Nachwuchs und Berufsbildung im Ausland auf.

Was gab es sonst noch: Der Ethikrat der Max-Plank-Gesellschaft hat ein Diskussionspapier zu Genome-Editierung veröffentlicht und wenn Sie den Begriff „Biophorie“ noch nicht kennen, aber gerne wissen möchten was das ist, können Sie ihn beim Biophorie-Ideenwettbewerb mit Leben füllen. Einsendeschluss ist am 31. Oktober. Apropos Leben, hierzu liefern wir Ihnen im VBIO-Newsletter das Rezept für eine Fruchtfliege und werfen einen tiefen Blick in die Schatztruhen der Mikroben. Spannend wird es auch, wenn Zellen zu Kannibalen werden und die Nachbarzelle mal eben anknabbern, um sie wieder loszuwerden. Zähne benutzen sie dabei jedoch nicht, ganz im Gegensatz zu Tristan, dem wohl bekanntesten Tyrannosaurus rex aus Berlin. Der hatte immer einen gut funktionierenden Satz scharfer Zähne im Maul und die wuchsen auch regelmäßig nach.

Wir freuen uns, wenn Sie unseren VBIO-Newsletter auch regelmäßig genießen und wünschen Ihnen noch ein paar schöne Herbsttage.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Die nackte Wahrheit: Wenn ein Mikroorganismus seine Hüllen fallen lässt Mikroorganismen besitzen eine besonders schützende Zellwand – die sogenannte S-Schicht. Aber was passiert, wenn diese entfernt wird? Basierend auf einer CRISPR-Genschere hat ein Team um Christa Schleper vom Department für Ökogenomik und Systembiologie der Universität Wien eine Methode entwickelt, um die Zellwand abzulösen und so ihre Funktion genauer zu untersuchen. Die ForscherInnen…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Dinos brauchen keinen Zahnarzt Berlins Publikumsmagnet T. rex Tristan Ottos ist ein einmaliges Forschungsobjekt: Anhand der Schädelknochen des Tyrannosaurus rex ist es Wissenschaftlerinnen des Museums für Naturkunde gelungen, neue Belege zu finden, dass die Zähne des riesigen Raubsauriers regelmäßig gewechselt wurden. Immer wieder wuchsen dem Tyrannosaurus rex neue Zähne nach.   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Wenn Zellen zu Kannibalen werden Zellen sind nicht zimperlich und knabbern schon mal ihren Partner an, um ihn möglichst schnell wieder los zu werden. Dieser als Trogozytose (gr. trogo = nagen) bezeichnete Mechanismus ist wichtig für die Zellsortierung und spielt unter anderem eine Rolle bei der Embryonalentwicklung und der Interaktion zwischen Tumor- und Immunzellen. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Veränderung der Arten-Zusammensetzung in Ökosystemen weltweit An vielen Orten auf der ganzen Welt finden rasante Veränderungen der Biodiversität statt. Während sich die Arten in lokalen Gemeinschaften stark verändern, bleibt ihre Zahl im Durchschnitt oft gleich. Daher spiegeln die Veränderungen auf lokaler Ebene nicht immer den globalen Artenverlust wider. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam vom Deutschen Zentrum für integrative…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Das Rezept für eine Fruchtfliege Mittlerweile kennt man viele der Proteine, die für den Aufbau eines multizellulären Organismus erforderlich sind. Jedoch ist weitgehend unklar, wie viele Kopien jeder Proteinart vorhanden sind und benötigt werden, damit sich ein vollständiger Organismus entwickeln kann. Forscher am Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie haben mit Hilfe der Massenspektrometrie die absolute Kopienzahl…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Tieferer Blick in die Schatztruhe der Mikroben Wie entwickeln sich Mikroben, und wie interagieren sie mit ihrer Umwelt? Wie sind die dafür notwendigen Stoffwechselprodukte beschaffen, die die Grundlage einer Vielzahl von landwirtschaftlichen, industriellen und medizinischen Produkten bilden?   › weiterlesen  
   
    Politik & Gesellschaft Im Vorfeld des Brexit: Auswirkungen auf die Forschung Zwei Studien der Royal Society und der Association of Colleges skizzieren die negativen Auswirkungen auf die Forschung im Vorfeld des Brexit und mögliche Langzeitfolgen für wissenschaftlichen Nachwuchs und Berufsbildung im Ausland.   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Die schnellste Ameise der Welt – Wüstenflitzer haben kurze Beine, aber eine perfekte Koordination Silberameisen gelten als schnellste Ameisen der Welt – obwohl ihre Beine verhältnismäßig kurz sind. Daher haben Forschende der Universität Ulm den besonderen Laufstil dieses „Wüstenflitzers“ auf einer Ameisen-Rennstrecke ergründet. Veröffentlicht wurde diese Entdeckung jüngst im „Journal of Experimental Biology“.   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Es braucht mehr als einen globalen Eindruck, um einen Fisch zu bewegen Wenn man vom Kurs abkommt ist es gut, dies rechtzeitig zu bemerken. Das Gehirn wertet dazu die wahrgenommene Bewegung der Umwelt aus und übersetzet sie in eine Kurskontrollbewegung. Das Prinzip schien klar, doch nun zeigen Untersuchungen an Zebrafischen, dass die Augen nicht nur eine allgemeine Bewegung der Umwelt sehen müssen. Zusätzlich braucht es eine lokale Komponente, um ein…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Diskussionspapier zur Genom-Editierung Als Organisation der Grundlagenforschung trägt die Max-Planck-Gesellschaft eine besondere Verantwortung für einen Einsatz neuer wissenschaftlicher Techniken zum Wohle des Menschen und der Umwelt. Der Ethikrat der Max-Planck-Gesellschaft hat deshalb ein Diskussionspapier zur sogenannten Genom-Editierung erarbeitet, das die Potenziale und Risiken dieser Methode beleuchtet. In dem Papier…   › weiterlesen  

VBIO-Newsletter 40/2019

es gibt Themen die einen einfach nicht loslassen und die immer wieder auf der Tagesordnung stehen. Dazu gehören sicherlich aktuelle Lebensmittelskandale, multiresistente Keime und natürlich der Klimawandel. Deswegen haben wir im VBIO-Newsletter dazu auch aktuelle Informationen für Sie. Das Bundesinstitut für Risikobewertung beantwortet Fragen zum „Wasserkeim“ Aeromonas hydrophila, der in fettarmer Frischmilch gefunden wurde, nano-strukturierte Oberflächen können die Haftung von multiresistenten Krankenhauskeimen reduzieren und es gibt eine neue interaktive Karte, die die Leistung der Natur für den Menschen darstellt. Dort wo die Menschen von der Natur abhängig sind, werden auch die Ökosysteme schwächer.

Da sollten wir uns doch lieber in den Winterschlaf zurückziehen. Aber Vorsicht: Auch der hat seinen Preis! Er spart zwar Energie, schrumpft aber leider auch die Schutzkappen der Chromosomen, zumindest bei Siebenschläfern. Hervorgerufen durch Stress werden auch die Telomere bei Zebrafinken schneller verkürzt und das kann auch durch Verkehrslärm hervorgerufen werden. Dieser wiederum führt dazu, dass in einem lauten Nest auch die Küken kleiner sind. Diesen Rückstand holen sie zwar wieder auf, aber Langzeitfolgen sind nicht ausgeschlossen.

Lassen Sie sich also nicht stressen und lesen erstmal in Ruhe unseren VBIO-Newsletter.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Viele Köche verderben nicht den Brei: Hohe Symbiontenvielfalt wappnet den Wirt für alle Fälle Tiefseemuscheln, die sich mit Hilfe bakterieller Symbionten ernähren, beherbergen überraschend viele Untermieter: Bis zu 16 verschiedene Bakterienstämme wohnen in den Kiemen der Muschel, jeder mit eigenen Fähigkeiten und Stärken. Dank dieser Vielfalt an symbiotischen Partnerbakterien ist die Muschel für alle Eventualitäten gewappnet. Dabei schnürt sich die Muschel ein…
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    Wissenschaft Verkehrslärm macht krank – auch Zebrafinken Lärm macht krank – zumindest den Menschen. Der Gesundheit von Zebrafinken und dem Wachstum ihrer Küken schadet chronischer Verkehrslärm ebenfalls. Einer Studie von Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen zufolge unterdrücken Straßengeräusche den Anstieg von Stresshormonen im Blut der Vögel, vermutlich um die negativen Konsequenzen von chronisch hohen Pegeln…
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    Wissenschaft Fehlerhafte Proteinfaltung als Alzheimer-Risikomarker – bis zu 14 Jahre vor der Diagnose Der Nachweis einer fehlerhaften Faltung des Proteins Amyloid-β im Blut zeigt bei symptomfreien Menschen, die später tatsächlich Alzheimer entwickelten, ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko an – bis zu 14 Jahre vor der klinischen Diagnose der Demenz. Die Amyloid-β-Faltung erwies sich anderen untersuchten Risikomarkern als überlegen. Dies zeigten Wissenschaftler vom Deutschen…
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    Wissenschaft Alles hat seinen Preis, auch der Winterschlaf Viele Säugetiere überleben die kalte Jahreszeit indem sie Winterschlaf halten. Je tiefer die eigene Körpertemperatur, umso mehr Energie können Winterschläfer dabei einsparen. Was zwar grundsätzlich positiv ist, hat jedoch einen großen Haken: Niedrigere Temperaturen führen zu einem vermehrten Schrumpfen der Schutzkappen der Chromosomen – beträchtliche Schäden, die zum Tod der Zelle…
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    Wissenschaft Flechten: Teamwork macht den Unterschied Überall, doch scheinbar unscheinbar – Flechten besiedeln weltweit Bäume oder Felsen. Diese Lebewesen leisten im Verborgenen jedoch Erstaunliches: Sie produzieren unter anderem Stoffe, die für die Pharmazie von großem Interesse sind. Forscher der Botanischen Staatssammlung München (SNSB-BSM) sowie der TU München konnten erstmalig einen Stoffwechselprozess in intakten, lebenden…
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    Hochschule Zunehmende Vielfalt: Mehr als 20.000 Studiengänge in Deutschland Noch nie zuvor konnten Studierende in Deutschland aus einer so großen Zahl an Studienangeboten wählen. Eine Analyse des CHE Centrum für Hochschulentwicklung zeigt ein starkes Wachstum besonders bei den weiterführenden Studiengängen und im Bereich Gesundheit. Die zunehmende Vielfalt bietet Chancen und Risiken für Studierende.
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    Politik & Gesellschaft Rückruf von Milch: Fragen und Antworten zum „Wasserkeim“ Aeromonas hydrophila Ein Hersteller hat fettarme Frischmilch zurückgerufen, weil sie mit dem Bakterium Aeromonas hydrophila verunreinigt war. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) beantwortet einige häufig gestellte Fragen zu dem Erreger.
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    Wissenschaft Globaler Süden leidet am stärksten unter Klimawandel und Landnutzung Bis zum Jahr 2050 könnten bis zu fünf Milliarden Menschen von Wasserverschmutzung, Küstenstürmen oder unbestäubten Nutzpflanzen bedroht sein – ein Großteil davon in Entwicklungsländern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Fachmagazin Science, die von einem internationalen Forscherteam verfasst wurde. Die Forscher erstellten eine hochauflösende globale Karte, welche die Leistungen…
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    Wissenschaft Nanostrukturen helfen, die Haftung von Krankenhauskeimen zu reduzieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität des Saarlandes und des Karlsruher Instituts für Technologie haben gemeinsam herausgefunden, wie Bakterien auf – in mikroskopischen Maßstäben – rauen Oberflächen haften. Das Team aus den Disziplinen Physik, Mikrobiologie und Mathematik entdeckte, dass aus der genauen Analyse der Beschaffenheit nano-strukturierter Oberflächen die…
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    Wissenschaft Neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Gehirnstruktur Die Nervenzellen im menschlichen Gehirn sind nicht zufällig angeordnet. In der Großhirnrinde bilden sie Gruppen stark vernetzter Neurone, so genannte Cluster. Diese wiederum stehen untereinander in schwächerem Kontakt. Diese modulare Vernetzungsstruktur, in der neuronale Cluster als spätere Funktionseinheiten angelegt werden, entsteht in einer frühen Phase der Entwicklung. Die zugrunde…
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VBIO-Newsletter 39/2019

einmal in der Woche haben wir die Qual der Wahl: So viele spannende VBIO-News – doch welche schaffen es auch in unseren Newsletter? Es ist ja nicht so, dass die Plastikbelastung der Weltmeere, sinkende Grundwasserspiegel, hochvirulente Listeriose-Erreger oder die Wirkung des Ebola-Impfstoffes nicht wichtig wären.  Je nach persönlicher Situation und/oder Forschungsgebiet sind für manche unserer Leserinnen bzw. Leser auch gebündelte Informationen rund um das Promovieren, die Genetik der Gicht, der Stammbaum der Stabschrecken, neue Ansatzpunkte für Antibiotika, eine zehnfach schnellere Superauflösungsmikroskopie oder eine besonders schnelle Methode der Extraktion von DNA aus Bakterien von größtem Interesse.

Und falls Sie sich jetzt verwundert die Augen reiben: Nein, genau diese News finden Sie im heutigen VBIO-Newsletter nicht. Wir wollen Ihnen vielmehr etwas Appetit machen, sich auch jenseits unseres allwöchentlichen Newsletter-Fertigmenüs auf unserer Seite „Aktuelles“ nach nahrhaften Informationshappen umzuschauen.

Natürlich kommen wir in dieser Woche nicht um den Nobelpreis für Physiologie bzw. Medizin herum – Ihrer besonderen Aufmerksamkeit möchten wir aber einen anderen Preis empfehlen: Den Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften, den der VBIO gemeinsam mit den befreundeten Fachgesellschaften aus Physik, Chemie und Mathematik sowie dem Stifterverband jüngst wieder ausgeschrieben hat. Noch bis zum 15. Januar 2020 können Sie geeignete Kandidaten vorschlagen oder sich auch selbst bewerben. Machen Sie mit!

Zunächst einmal wünschen wir Ihnen aber eine anregende Lektüre dieses VBIO-Newsletters.
Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Translationale Forschung in Deutschland stärken DFG-Senatskommission veröffentlicht Empfehlungen zur Stärkung der Universitätsmedizin
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    Wissenschaft Akademische Nachwuchsführungskräfte formulieren Leitlinien Die Rechte und Pflichten von Nachwuchsführungskräften an Hochschulen sind häufig sehr unklar geregelt. Die Ansprüche an die Wissenschaftler sind hoch, der Grad ihrer Selbständigkeit wird aber weitgehend durch die jeweiligen Vorgesetzten bestimmt. Das Zukunftsforum der DECHEMA-Fachgemeinschaft Biotechnologie hat in einer Stellungnahme Leitlinien formuliert, um die Verantwortung und…
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    Wissenschaft Gleichgewicht finden: Mechanismus zur Kontrolle von Autoimmunität entdeckt Das Immunsystem setzt auf B-Zellen und ihre Fähigkeit, Antikörper gegen ein extrem breites Spektrum von Krankheitserregern zu bilden. Diese breite Reaktionsfähigkeit birgt ein gewisses Risiko, da sich B-Zellen auch gegen gesundes Gewebe wenden können – ein Phänomen, das als Autoimmunität bezeichnet wird. Wissenschaftler aus dem Labor von Meinrad Busslinger berichteten nun in der…
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    Wissenschaft Nobelpreis: Regulation der Genaktivität als Reaktion auf unterschiedliche Sauerstoffwerte Die Nobelversammlung am Stockholmer Karolinska Institutet hat den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2019 an William G. Kaelin Jr., Sir Peter J. Ratcliffe und Gregg L. Semenza vergeben. Sie erhalten den Preis für die Entdeckung, wie Zellen die veränderte Sauerstoffverfügbarkeit erfassen und anpassen können. Sie identifizierten molekulare Mechanismen, die die Aktivität von Genen als…
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    Wissenschaft Chemische Evolution – One Pot Wonder Vor dem Leben kam die RNA: LMU-Forscher zeigen, wie auf der Ur-Erde die vier verschiedenen Buchstaben dieses Erbgut-Alphabets aus simplen Vorläufermolekülen entstehen konnten – unter denselben präbiotischen Bedingungen.
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    Wissenschaft Unstatistik des Monats: Der „Heilige Gral der Krebsforschung“ ist oft kaum besser als ein Münzwurf Laut „Focus online“ haben Forscher der Cleveland Clinic Bluttests für zehn verschiedene Krebsarten im Frühstadium entwickelt. Diese haben eine Treffsicherheit bis 90 Prozent. Nicht angegeben ist jedoch die Falsch-Alarm-Rate. Es bleibt daher unklar, wie häufig ein Test bei gesunden Personen fälschlicherweise Krebs diagnostiziert.
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    Wissenschaft Sicher auf den Beinen: Tastsinn wichtiger als gedacht Barfuß über Steine oder Schotter zu laufen ist für viele Menschen unangenehm. Gepolstert durch Schuhe und geleitet durch Augen und Gleichgewichtssinn wird das Laufen leichter. Doch auch der Tastsinn hilft beim Koordinieren von Bewegungen, wie eine Studie vom Max-Planck-Institut für Neurobiologie jetzt an Mäusen zeigt. Im Rückenmark verarbeiten spezielle Nervenzellen…
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    Hochschule Für gute Lehre: Ars legendi-Fakultätenpreis Mathematik und Naturwissenschaften 2020 ausgeschrieben Zum siebten Mal loben der Stifterverband, die Gesellschaft Deutscher Chemiker, die Deutsche Mathematiker-Vereinigung, die Deutsche Physikalische Gesellschaft und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland den mit 5000 Euro dotierten Ars legendi-Fakultätenpreis für Mathematik und Naturwissenschaften aus. Der Preis wird jährlich in den vier Kategorien Biologie,…
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    Wissenschaft Erdbeben in der Zelle Das Erbgut wird sicher im Zellkern einer jeden Zelle verwahrt. Dieser ist umgeben von einem dichten Verbund von Proteinen, der ihm zugleich seine charakteristische runde Form verleiht. Anomalien der Kernform wie etwa sich abspaltende Mikrozellkerne oder aus dem Hauptkern herausragende Kernbläschen haben verheerende Folgen für das Erbgut. So werden Mikrozellkerne bei spezifischen…
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    Wissenschaft Neuen Waldschäden richtig vorbeugen Abgestorbene Bäume aus den Wäldern schaffen und in großem Stil aufforsten: Das ist die Strategie der Bundesregierung gegen das „Waldsterben 2.0“. Ökologen der Universität Würzburg plädieren für eine andere Lösung.
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VBIO-Newsletter 38/2019

heute finden Sie im VBIO-Newsletter zwei Studienergebnisse, an denen einer der beliebtesten Modellorganismen im Labor Drosophila melanogaster beteiligt war. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes für die Forschung kennen wir jetzt den Taktgeber für die Siesta und das Geheimnis der Motivation. Für die Siesta wurden die Taufliegen unterschiedlichen Lichtverhältnissen ausgesetzt und für die Motivation mussten sie durch Laufbewegungen einen Ball drehen, der auf einem Luftkissen schwebte. Ein wenig mehr Spaß hatten da sicherlich die Ratten, die für eine Studie zur Kitzligkeit untersucht wurden und Antworten liefern konnten, zu der Frage, warum wir uns nicht selbst kitzeln können.

Kommen wir nun zu aktuellen Neuigkeiten aus der Politik, die auf eine „alte“ News zurückgehen. Auf Einladung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek führten Vertreterinnen und Vertreter des Wissenschaftlerkreis Grüne Gentechnik (WGG) und des Verbandes Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) kürzlich sehr konstruktive Gespräche im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Dabei ging es neben den wissenschaftlichen bzw. politischen Sichtweisen zum Thema Genome Editing vor allem um die Erörterung und Festlegung gemeinsamer Anknüpfungspunkte in Sachen Informations- und Kommunikationsarbeit. Das Gespräch geht auf den von WGG und VBIO initiierten und von über 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterzeichneten Offenen Brief „Nach dem EuGH-Urteil zu Genome Editing – Die Politik ist am Zug“ zurück.

Und vielleicht initiiert ja auch der neue IPPC-Sonderbericht des Weltklimarats ein Umdenken in den Köpfen der Politiker, damit der Apell an die Weltgemeinschaft, effektivere Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen, nicht ins Leere läuft.

Wir bleiben für Sie am Ball und wünschen Ihnen jetzt viel Spaß beim Lesen des Newsletters.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Taktgeber für die Siesta Externe Reize können die Hierarchie neuronaler Netzwerke verändern und damit Einfluss auf das Verhalten nehmen. Am Beispiel der inneren Uhr der Taufliege haben dies Wissenschaftler der Universitäten Würzburg und Brandeis gezeigt.
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    Politik & Gesellschaft EU-Kommission: Wissenschaft unter dem Dach von Innovation und Jugend? Ab November 2019 nimmt die neue EU-Kommission ihre Arbeit auf. Um die Wissenschaft soll sich dann die Bulgarin Mariya Gabriel kümmern. Sie soll – steht es in ihrem  Mandatsschreiben – sicherstellen, dass Bildung, Forschung und Innovation dazu beitragen, größere Ziele der EU zu erreichen. Sie firmiert dabei allerdings nicht wie ihr Vorgänger Carlos Moedas als „European…
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    Wissenschaft Alternde Zellen gehen mit Änderungen in der Hirnstruktur einher Telomere sind die Schutzkappen unserer Chromosomen und spielen im Alterungsprozess eine zentrale Rolle. Kurze Telomere werden mit chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht – zur Verkürzung beitragen kann zum Beispiel eine hohe Stressbelastung. Verändern sich Telomere in ihrer Länge, spiegelt sich das direkt in unserer Hirnstruktur. Das konnte nun ein Team um Lara Puhlmann und…
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    Wissenschaft Biomechanische Signale steuern Wachstum von Herzgeweben Während der Entwicklung spielt die Kommunikation verschiedener Gewebe innerhalb eines Organs eine entscheidende Rolle für die korrekte Bildung von Strukturen. Im Herzen sind das Wachstum des Herzmuskelgewebes (Myokardium) und der Herzinnenhaut (Endokard), die das Innere des Herzens auskleidet, eng miteinander verknüpft. Die Forscher um Professor Dr. Salim Seyfried, Medizinische…
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    Wissenschaft Warum können wir uns nicht kitzeln? Kitzligkeit ist ein auf vielen Ebenen mysteriöses Phänomen. Wir wissen nicht, warum wir uns nicht selbst kitzeln können, obwohl diese Frage bereits 350 v. Chr. von Aristoteles aufgeworfen wurde. Wir wissen ebenso wenig, warum Kinder sich oft heftig wehren, wenn sie gekitzelt werden, nur um nach mehr zu verlangen, sobald mit dem Kitzeln aufgehört wird. Wir wissen auch nicht, warum die…
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    Wissenschaft Viren beeinflussen Funktionen im marinen Ökosystem Viren sind hauptsächlich als Erreger von Krankheiten bekannt, die nicht selten tödlich verlaufen. Ein neues Bild von der Rolle von Viren im Meer und wie diese auch die Ökologie einzelliger Meeresräuber beeinflussen, zeigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel in Zusammenarbeit mit anderen deutschen und internationalen…
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    Wissenschaft Das Geheimnis der Motivation Erfolg kommt nicht von ungefähr: Wer sein Ziel erreichen will, braucht Durchhaltevermögen. Doch woher kommt die Motivation dafür? Ein internationales Forschungsteam, angeführt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM), hat jetzt im Gehirn von Fruchtfliegen den neuronalen Schaltkreis identifiziert, der diese bei der Futtersuche zu…
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    Wissenschaft Weniger ist mehr – Genverluste für ein neues Leben im Wasser Obwohl Wale und Delfine ihr ganzes Leben im Meer verbringen, haben sich diese luftatmenden Säugetiere ursprünglich aus Landbewohnern entwickelt, die vor etwa 50 Millionen Jahren lebten. Dieser Wechsel vom Land zum Wasser war von tiefgreifenden anatomischen, physiologischen und verhaltensbezogenen Anpassungen begleitet, die letztlich ein Leben im Wasser ermöglichten. Welche Veränderungen…
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    Wissenschaft Evolutionsexperiment: Spezifische Immunabwehr von Käfern passt sich Bakterien an Das Gedächtnis des Immunsystems ist in der Lage, ein fremdes Protein, mit dem der Organismus schon einmal in Kontakt gekommen ist, von einem anderen zu unterscheiden und mit einem entsprechenden Antikörper zu reagieren. Evolutionsbiologen der Universität Münster haben nun bei Mehlkäfern herausgefunden, dass sich die Fähigkeit des Immunsystems, spezifisch Erreger abzuwehren, im Zuge der…
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    Wissenschaft IPCC-Bericht belegt dramatische Auswirkungen des Klimawandels auf Weltmeere und Eisgebiete Der neue Sonderbericht des Weltklimarats (IPCC) zeigt, dass der Klimawandel schon heute erhebliche Folgen für Ozeane und Eisgebiete hat. Er ist ein Appell an die Weltgemeinschaft, effektivere Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen, bevor gravierende Klimafolgen oder gar „Kipp-Punkte“ eintreten, die den Klimawandel zusätzlich beschleunigen. Die Risiken für Mensch und Natur werden mit…
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VBIO-Newsletter 37/2019

was hat die Bauindustrie mit Proteinfabriken zu tun? Zwei Forschungsgruppen aus Bern und Zürich geben uns einen Einblick in den „Montageprozess“ des parasitären Einzellers Trypanosoma brucei. Vom Stahlbeton über Bauprozesse und den Eiffelturm ist alles vorhanden. Und wie sieht es mit der Qualitätskontrolle in der Zelle aus? Die haben sich Heidelberger Wissenschaftler genauer angeschaut und einen Wirkmechanismus gefunden, der schon vor mehreren Milliarden Jahren existiert haben muss.

Ob es da auch schon ARGONAUTE und PIWI-Proteine gab? Die Ersten regulieren die Balance zwischen Stammzellen und spezialisierten Zellen bei Pflanzen und die Zweiten sind für die Regenerationsfähigkeit von Plattwürmern zuständig. Wichtige Proteine für lebenswichtige Prozesse in Pflanze und Tier.

Falls Sie des Öfteren mal eine Tasse Tee zu sich nehmen und es sich dabei dann auch noch um grünen Tee handelt, haben wir im Newsletter spannende Neuigkeiten für Sie, denn im grünen Tee könnte ein Wirkstoff gegen Antibiotikaresistenz stecken. Der Tee-Wirkstoff scheint in der Lage zu sein, multiresistente Bakterien wieder anfällig für Antibiotika zu machen. Vielleicht werde Sie ja nun auch anfällig für eine gute Tasse (grünen) Tee oder gerne auch Kaffee, um sich in Ruhe dem VBIO-Newsletter zu widmen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Tourismus oder dauerhafte Besiedlung: Folgen für die Tierwelt an Küsten Küsten sind Lebensräume für viele bedrohte Arten und haben deshalb einen hohen ökologischen Wert. Von den Menschen werden sie auf sehr unterschiedliche Weise genutzt: als dauerhafte Siedlungsgebiete oder als touristische Reiseziele. Forscher der Universität Bayreuth haben jetzt erstmals in einer Modellstudie auf den Malediven nachweisen können, dass diese Formen der Küstennutzung…
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    Wissenschaft Steckt im grünen Tee ein Wirkstoff gegen Antibiotikaresistenz? Eine gesundheitsfördernde Wirkung wird dem grünen Tee schon seit längerer Zeit nachgesagt. Dass er aber im Kampf gegen Antibiotika-resistente Bakterien helfen kann, ist eine neue Erkenntnis von DZIF-Wissenschaftlern an der Uniklinik Köln und Wissenschaftlern der University of Surrey. Sie haben ein natürliches Antioxidans im Tee entdeckt, das multiresistente Pseudomonas aeruginosa…
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    Wissenschaft Selbstheilungsprozessen auf der Spur Planarien sind Würmer mit der außergewöhnlichen Eigenschaft, zerstörte oder abgetrennte Teile ihres Körpers wiederherstellen zu können. Schon länger ist bekannt, dass eine besondere Gruppe von Proteinen – sie werden als PIWI-Proteine bezeichnet – für diese Regenerationsfähigkeit unverzichtbar ist. Ein Forscherteam der Universität Bayreuth um den Biochemiker Dr. Claus Kuhn hat jetzt die…
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    Wissenschaft Wie eine Proteinfabrik zusammengebaut wird Die Komplexität molekularer Strukturen in der Zelle ist verblüffend. Nachdem in den letzten Jahren viele dieser Strukturen entschlüsselt werden konnten, wird nun erforscht, wie sie konstruiert werden. Ein gemeinsames Projekt zweier Forschungsgruppen der Universität Bern und der ETH Zürich gibt nun Einblick in einen ungewöhnlichen «Montageprozess» beim parasitären Einzeller Trypanosoma…
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    Wissenschaft Qualitätskontrolle in Zellen Ein Schutzprotein, das in höheren Zellen neu entstandene unvollständige Proteinketten erkennen kann, wurde in verwandter Form in Bakterien gefunden. Es spielt dort ebenfalls eine zentrale Rolle in der Qualitätskontrolle, die für den Abbau defekter Proteine sorgt. Der Wirkmechanismus dieser Rqc2-Proteine muss damit schon vor mehreren Milliarden Jahren im sogenannten Urvorfahr existiert…
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    Wissenschaft Mittelhäufige Pflanzenarten sind am stärksten zurückgegangen Arten, die früher häufig waren, zeigen die höchsten Verluste und sind durchschnittlich auf die Hälfte ihrer früheren Verbreitung zurückgegangen. Das haben Forscher der Universität Rostock und des Integrativen Biodiversität Forschungszentrums (iDiv) anhand von Daten aus Mecklenburg-Vorpommern gezeigt.
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    Wissenschaft Überraschende Details der Fotosynthese Obwohl Chloroplasten ihren Ursprung in Bakterien haben, läuft bei ihnen einiges anders. Im Mittelpunkt einer aktuellen Studie stand der Transportmechanismus von Proteinen der Fotosysteme zur Membran im Chloroplasten.
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    Wissenschaft Mehr als nur ein Bauchgefühl – Gehen Depressionen durch den Magen? Ein Antibiotikum vermindert Depressions-Verhalten über Veränderungen der Zusammensetzung der Darmflora und hemmt dadurch einen „Entzündungsprozess“ im Gehirn, haben jetzt Regensburger Forscher herausgefunden.
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    Wissenschaft Eine Frage der Konzentration Pflanzen können mit Hilfe von pluripotenten Stammzellen ein Leben lang komplette neue Organe bilden. Solche Stammzellen entwickeln sich bei Bedarf zu jedem beliebigen Zelltyp eines Organismus. Die Arbeitsgruppe des Freiburger Pflanzenbiologen Prof. Dr. Thomas Laux hat untersucht, wie die Balance zwischen Stammzellen und spezialisierten Zellen bei Pflanzen reguliert wird. Eine zentrale…
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    Wissenschaft Halfen Mikroben das Leben an Land zu erschließen? Alle Lebewesen existieren und funktionieren nur in Zusammenarbeit mit einer Fülle von symbiotischen Mikroorganismen und haben sich im Laufe der Erdgeschichte gemeinsam entwickelt. Diese zentrale Erkenntnis der modernen Lebenswissenschaften hat dazu geführt, dass Forschende weltweit die hochkomplexen Interaktionen und langfristigen Bindungen von Wirtsorganismen und Mikroben immer…
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VBIO-Newsletter 36/2019

der heutige VBIO-Newsletter ist eine ziemlich brenzlige Angelegenheit. Dabei dreht es sich um die aktuellen Waldbrände in Südamerika. Sie bedrohen eine gerade neu entdeckte Froschart, deren Lebensraum vernichtet wird und eine aktuelle Studie stellt sich die Frage: Wo bleibt der Ruß? Wohin der Amazonas den schwarzen Kohlenstoff trägt und welche Rolle dieser im globalen Kreislauf spielt, haben sich Forscher genauer angeschaut. Bleiben wir im globalen Umfeld und der Rolle von Mikroplastik, wie „schmeckt“ das eigentlich den Korallen? Sensitiven Korallen jedenfalls nicht.

Zwei unserer VBIO-Fachgesellschaften, die Deutsche Zoologische Gesellschaft und die Deutsche Botanische Gesellschaft, haben auf ihren Jahrestagungen wichtige Erklärungen veröffentlicht. In der „Jenaer Erklärung“ halten die Zoologen fest, dass der Begriff „Rasse“ ein rassistisches Konstrukt ist und rufen dazu auf, den Ausdruck nicht länger zu verwenden und sich gegen rassistische Diskriminierung einzusetzen. Die Botaniker fordern die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen, um die Ressourcen unseres Planeten und das Klima nachhaltig zu schützen. Schauen Sie rein, zwei Aufforderungen die man auf jeden Fall unterstützen sollte.

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen Start in den Herbst und viel Spaß beim Lesen des Newsletters.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Das Schlaf-Neuron im Fadenwurm ist auch ein Stopp-Neuron Das Nervensystem des Fadenwurms C. elegans ist überschaubar: Es besteht aus 302 Neuronen, von denen einige jedoch mehrere Funktionen haben. So kann das als Schlafneuron bekannte „RIS“ den Wurm in einen langanhaltenden Schlaf versetzen – oder auch nur für wenige Sekunden seine Bewegung stoppen, wie Wissenschaftler unter Federführung der Goethe-Universität jetzt herausgefunden haben. …
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    Wissenschaft Deutsche Botanische Gesellschaft (DBG) fordert eine nachhaltige Ressourcen- und Klimapolitik Entscheidungen über die Ressourcen unserer Erde müssen nachhaltig und wissenschaftsbasiert sein. Zur Eröffnung der Botanikertagung an der Universität Rostock, zu der sich mehr als 420 Pflanzenforschende angemeldet haben, fordert das Präsidium der Deutschen Botanischen Gesellschaft die Beteiligten am Klimakabinett und alle Parteien auf, nachhaltige und mutige Entscheidungen zu treffen,…
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    Wissenschaft Mikroplastik schädigt vor allem sensitive Korallenarten Korallenriffe sind stark von den Folgen des globalen Wandels wie steigende Meerestemperaturen und Umweltverschmutzung betroffen. Allerdings ist noch weitgehend unbekannt, welchen Einfluss die zunehmende Verunreinigung der Ozeane mit Mikroplastik auf die Korallen hat. Forscherinnen und Forscher der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der James Cook University (JCU) in Townsville…
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    Wissenschaft Klimawandel: Es gibt zu wenig realistische Experimente zu den Folgen für Ökosysteme Wenn es um die Folgen des Klimawandels für Ökosysteme geht, gibt es bisher noch eine große Wissenslücke. Die meisten Experimente dazu sind unrealistisch, weil sie nicht auf gängigen Klimavorhersagen für die jeweilige Region basieren. Deshalb gibt es bisher fast keine verlässlichen Daten dazu, wie Ökosysteme in Zukunft aussehen werden. Zu diesem überraschenden Schluss kommt ein Team von…
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    Wissenschaft Auch Ratten spielen Verstecken Überall auf der Welt spielen Kinder verstecken. Aber können Tiere das auch? In einer aktuellen Studie zeigt sich, dass Ratten sehr schnell eine Ratte-Mensch-Version des Versteckspiels lernen und mühelos zwischen verschiedenen Rollen – Verstecken und Suchen – wechseln können. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) am Bernstein Center…
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    Wissenschaft Brände am Amazonas: Wo bleibt der Ruß? Der gewaltige Amazonasstrom transportiert große Mengen langlebiger Kohlenstoff-Partikel nach und nach zum Meer. Das zeigt eine aktuelle Studie mit Oldenburger Beteiligung in der Zeitschrift Nature Communications.
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    Wissenschaft Lebensraum in Flammen: Neu entdeckte Froschart bedroht Gerade wurde in einer Studie die neue Froschart Dendropsophus rozenmani von Senckenberg-Wissenschaftlern beschrieben und schon ist die neu entdeckte Froschart bedroht. Der Lebensraum des winzigen Froschs aus der Familie der Laubfrösche begrenzt sich ausschließlich auf den Osten Boliviens – ein Gebiet, das aktuell von verheerenden Waldbränden betroffen ist. Erstautor der Studie Martin…
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    Wissenschaft Weggehen oder dableiben? Wenn sich für den Silberrücken einer Gorillagruppe das Ende seiner Fortpflanzungszeit nähert, stehen die Weibchen vor einem Dilemma: Sollen sie bei ihm bleiben, bis er stirbt oder ihn für ein anderes Männchen verlassen? Ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie hat nun gezeigt, dass für die Weibchen beide Strategien mit Kosten verbunden sind, ob sie bei…
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    Wissenschaft Resistente Bohnen dank moderner Pflanzenzüchtung Eine Methode mit der rasch und gezielt krankheitsresistente Bohnen für verschiedene Weltregionen gezüchtet werden können wurde jetzt von Wissenschaftlern der ETH Zürich vorgestellt. Damit tragen sie dazu bei, die Ernährungssicherheit von Selbstversorgern in Ländern in den Tropen zu verbessern.
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    Wissenschaft Menschenrassen gibt es nicht Der Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Vorstand der Deutschen Zoologischen Gesellschaft unterstützen die anlässlich der 112. Jahrestagung der Deutschen Zoologischen Gesellschaft in Jena vorgestellte Erklärung, die den Begriff „Rasse“ als rassistisches Konstrukt aufdeckt. Mit der „Jenaer Erklärung“ rufen die Verfasser dazu auf, den Ausdruck nicht länger zu…
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VBIO-Newsletter 35/2019

der Herbst steht vor der Tür, wir haben einen sehr heißen Sommer hinter uns, da ist es nicht verwunderlich, dass zurzeit jede Menge Neuigkeiten aus dem Klimabereich bei uns landen. Es gibt ein neues Klimamodell für den Weltklimarat, bei dem die Berechnung für den Anstieg der globalen Mitteltemperatur etwa 5 °C beträgt. Da können wir uns schon mal warm anziehen, oder vielleicht doch lieber kühlende Kleidung bereithalten. Was uns gleich zu einer weiteren News führt, bei der „Coole Echsen“ keine Klimaerwärmung mögen. Sie brauchen zwar Wärme und Sonneneinstrahlung um die Körpertemperatur zu erreichen, die sie bevorzugen, aber vom Klimawandel profitieren sie nicht wirklich.

Vielleicht profitieren ja wenigstens die Insekten vom umfangreichen Aktionsprogramm der Bundesregierung zum Insektenschutz und hoffentlich hat die Politik auch das Sardinilla-Experiment zur Kenntnis genommen, wenn sie jetzt jede Menge Gelder für Maßnahmen zum Waldschutz verteilt. Denn nur Wälder mit einer hohen Artenvielfalt sind produktiver und stabiler gegenüber Stress als solche, die gleichförmig zusammengesetzt sind

Den Begriff „Biophorie“ haben Sie bestimmt noch nicht gehört, sollten Sie aber kennen, wenn Sie sich auf einen Blick in die Zukunft der Biotechnologie einlassen wollen. Jetzt haben Sie die Gelegenheit Ihre Zukunftsvision im Rahmen eines Wettbewerbs einzubringen und mit ihrer Idee vielleicht auch noch einen Preis zu gewinnen. Wir sind gespannt auf Ihre Biophorie.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Oben heiss, unten kalt: Unerwarteter Treibhausgaseffekt in Seen Wie sich die Klimaerwärmung auf das «Verhalten» von Seen auswirkt, hat ein Forschungsteam unter der Leitung der Universitäten Basel und Montreal untersucht. Die Forschenden haben herausgefunden, warum sich Seen trotz Erwärmung an der Oberfläche in der Tiefe abkühlen können und welche Folgen dies für die Produktion von Treibhausgasen hat.
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    Aktiv werden! „Biophorie – Euphorie für die Biotechnologie“ Wettbewerb gestartet Wie wird die Biotechnologie unseren Alltag in den nächsten 100 Jahren verändern? Diese Frage stellt der Biotechnologiebranchenverband BIO Deutschland zusammen mit seinen Allianzpartnern in dem Wettbewerb „Biophorie – Euphorie für die Biotechnologie“, der jetzt gestartet ist. Im Rahmen des diesjährigen Themenjahres „100 Jahre Biotechnologie“ wurden schon zahlreiche wichtige Meilensteine…
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    Wissenschaft „Coole“ Echsen mögen keine Klimaerwärmung Als wechselwarme Tiere sind Eidechsen eine Tiergruppe, die als „heliotherm“ (zur Wärmeproduktion von der Sonne abhängig) gilt. Sie brauchen Wärme und Sonneneinstrahlung, um die Körpertemperatur zu erreichen, die sie mögen. Also werden Eidechsen wohl vom Klimawandel profitieren. Wirklich?
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    Wissenschaft Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du! Die Auswirkungen der holozänen Umweltveränderungen in Europa auf die großen Pflanzenfresser Wisent, Elch und Auerochse wurden von einem internationalen Team unter Beteiligung von Hervé Bocherens vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen untersucht. Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass die Auerochsen sich an die veränderten…
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    Wissenschaft Innovatives Verfahren liefert neuartige Einblicke in den Aufbau von Zellen und Geweben Zellen sind die Grundbausteine des Lebens. Mit Hilfe von massenspektrometrischen Verfahren, kann die chemische Zusammensetzung von Zellen bestimmt werden. Wissenschaftler der Universität Münster  gelang es nun ein Verfahren zu entwickeln, durch das die räumliche Auflösung der bildgebenden „MALDI“-Massenspektrometrie auf rund ein tausendstel Millimeter verbessert wurde.
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    Wissenschaft Graugans-Teenager setzen auf soziale Netzwerke Vernetzt zu sein ist nicht nur bei Menschen ein Muss. Auch bei Graugänsen gibt es Auswirkungen bei der Eingliederung in die Gruppe, die sich auf die Physiologie, die aggressiven Auseinandersetzungen und die Fitness auswirken. Ein Team von der Konrad Lorenz Forschungsstelle der Universität Wien stellte fest: Der soziale Kontext in frühen Lebensphasen hat langfristige Effekte auf die…
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    Wissenschaft Wälder mit hoher Diversität sind zugleich produktiver und widerstandsfähiger Wälder mit einer hohen Artenvielfalt sind produktiver und stabiler gegenüber Stress als solche, die gleichförmig zusammengesetzt sind: Diesen Befund haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Freiburg anhand von Daten aus dem weltweit ältesten Freilandexperiment zur Diversität tropischer Baumarten bestätigt.
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    Politik & Gesellschaft Bundeskabinett beschließt umfangreiches Aktionsprogramm für den Insektenschutz Das Bundeskabinett hat heute auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Svenja Schulze das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ beschlossen. Es handelt sich um das bisher umfangreichste Maßnahmenpaket der Bundesregierung zum Schutz von Insekten und ihrer Artenvielfalt. Mit konkreten Maßnahmen in neun Handlungsbereichen adressiert das Programm alle wesentlichen Ursachen des Insektensterbens,…
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    Wissenschaft Neues Klimamodell für den Weltklimarat Klimaforscher vom Alfred-Wegener-Institut beliefern jetzt erstmals die Datenbank für den Weltklimarat direkt mit Ergebnissen aus ihren globalen Computermodellierungen. Die Daten sind von besonderem Interesse, weil das zugrundeliegende, am AWI entwickelte Modell das Meereis und die Ozeane deutlich besser auflöst als herkömmliche Verfahren. Die Ergebnisse werden weltweit von…
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    Wissenschaft Zellen vor Ort umprogrammieren Wissenschaftler haben eine vielversprechende Methode entwickelt, mit der körpereigene Zellen zu Neuronen umprogrammiert werden können, um zugrunde gegangene Hirnzellen zu ersetzen.
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VBIO-Newsletter 34/2019

wie war das eigentlich bei Spider-Man, hatte der jetzt Fangfäden oder doch Kräuselfäden und waren die jetzt gekämmt oder ungekämmt? Alles nicht so einfach, deshalb hat jetzt ein Forscherteam die Fäden entwirrt und eine neue Studie zu Fangnetzen der Otway-Krallenspinne veröffentlicht. Das war aber nicht die, die Spider-Man gebissen hat.

Vielleicht sind sie ja auch schon mal gebissen worden, aber nicht von einer Spinne, sondern von einem Hundertfüßer. Wie komplex und dynamisch die Evolution der Gifte dieser Bodenbewohner ist, hat sich ein internationales Forscherteam angeschaut und war überrascht über die Einzigartigkeit der Gifte. Gift für sich selbst war, nach einer neuen These zur langen Stagnation der Evolution, der selbst produzierte Sauerstoff der Nitrogenase. Mit einem zu hohem Sauerstoffgehalt hat sich das Enzym selbst blockiert und so vielleicht die „langweilige Milliarde“ ausgelöst. Zum Glück ging es danach aber mit der Evolution stetig voran und nun wird auch unsere Ahnengalerie um ein Gesicht erweitert, um das Konterfei von Australopithecus anamensis. Wenn Sie wissen möchten, wie Lucys Vorfahren aussahen, werfen Sie einfach einen Blick in den VBIO-Newsletter.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Australische Spinnenart produziert extrem elastische Fangnetze Spinnen sind erfolgreiche Räuber. Ihr Beuteerfolg hängt maßgeblich von ihrer Fähigkeit ab, effektive Fangnetze zu bauen. Den Aufbau und die Eigenschaften der Spinnfäden einer australischen Spinnenart hat ein Wissenschaftler der Universität Greifswald zusammen mit Forschenden aus den USA, Taiwan und Argentinien genauer untersucht. Die Studie hat gezeigt, dass unterschiedliche…
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    Wissenschaft Warum unterschiedliche Körpergrößen entstehen Wie Umweltfaktoren und innere Regulation beim Größenwachstum eines Lebewesens zusammenarbeiten, wurde jetzt von einem Kieler Forschungsteam beschrieben. Sie wiesen nach, dass die Umgebungstemperatur bestimmte molekulare Signalwege des Wachstumsprozesses aktiviert und so die Größe mitbestimmt.
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    Wissenschaft Einzigartiger Fingerabdruck: Was Nervenzellen unverwechselbar macht Die Proteinvariationen, die durch den Vorgang des alternativen Spleissens entstehen, steuern die Identität und Funktion der Nervenzellen im Gehirn. Dies erlaubt es Organismen, mit einer limitierten Anzahl von Genen ein hochkomplexes neuronales Netzwerk aufzubauen. Die Studie zur Identität von Nervenzellen wurde von einer Forschungsgruppe am Biozentrum der Universität Basel erarbeitet…
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    Wissenschaft Die einzigartigen Gifte der Hundertfüßer Die Evolution bescherte ihnen Gifte, mit denen sich sogar Mäuse töten lassen: Hundertfüßer gehören wie Spinnen zu einer Gliedertiergruppe, in der im Laufe der Zeit Gifte entstanden sind. Ein internationales Forscherteam aus Großbritannien, Australien und Deutschland, darunter die neue Arbeitsgruppe Tiergifte an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), hat nun erstmalig die…
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    Wissenschaft Erinnerungen beim Entstehen beobachten Wie werden Erinnerungen in unserem Gedächtnis gespeichert? Was passiert dabei auf molekularer Ebene? Etwas Licht ins Dunkel gebracht haben Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK). Sie haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sie „Gedächtnisneuronen“ von Fruchtfliegen erkennen und verändern können. Ihre Erkenntnisse können helfen, die Funktionsweise des…
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    Wissenschaft Gen-Kompass: Wenn der Wirt die Richtung weist Der Nutzen von Symbiose – also das Zusammenleben unterschiedlicher Arten zum wechselseitigem Vorteil – birgt noch immer viele offene Fragen. Ein internationales ForscherInnenteam um die Mikrobiologin Silvia Bulgheresi von der Universität Wien hat herausgefunden, dass sich bei gewissen Bakterienarten sogar die Organisation der DNA nach ihrem Wirt ausrichtet – ähnlich einer Kompassnadel,…
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    Wissenschaft Klimawandel bedroht genetische Vielfalt der europäischen Pflanzenwelt Der Klimawandel gefährdet das Überleben vieler Pflanzenarten in Europa. Ein Team aus Wissenschaftlern, das von Forschern des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen koordiniert wurde, hat herausgefunden, dass nur wenige Individuen der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) die notwendigen Genvarianten besitzen, um dem im Jahr 2050 in Europa herrschenden Klima trotzen…
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    Wissenschaft Ein Gesicht für Lucys Ahnen Unsere Ahnengalerie wird nun um ein Bild erweitert, nämlich um ein Konterfei von Australopithecus anamensis. Diese älteste bekannte Australopithecus-Art gilt als Vorfahr des Australopithecus afarensis („Lucys“ Art). Doch bisher kannte man von A. anamensis nur fossile Kieferknochen und Zähne. Yohannes Haile-Selassie vom Cleveland Museum of Natural History und Stephanie Melillo vom…
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    Wissenschaft Frühes Leben auf der Erde durch Enzym limitiert In der frühen Erdgeschichte blieb der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre für rund zwei Milliarden Jahre lang so niedrig, dass sich kein Leben an Land entwickeln konnte. Forscher aus London haben zusammen mit Prof. Dr. William F. Martin vom Institut für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) nun in einem einzelnen Enzym, der sogenannten Nitrogenase, einen…
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    Wissenschaft Weniger Spannung, mehr Kontrolle Proteine können ihre Funktion nur erfüllen, wenn sie in die richtige dreidimensionale Form gefaltet sind. Gerät dieser Faltmechanismus unter Stress, können nicht nur inaktive Proteine, sondern auch toxische Aggregate entstehen. Deshalb ist die Proteinfaltung in der Zelle einer strengen Qualitätskontrolle unterworfen, bei Fehlern wird die sogenannte Unfolded Protein Response (UPR)…
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VBIO-Newsletter 33/2019

bei der Grundlagenforschung steht der reine Erkenntnisgewinn an erster Stelle. Warum die Grundlagenforschung mehr wertgeschätzt, ausgebaut und kommuniziert werden sollte, dazu hat der VBIO jetzt ein Positionspapier vorgelegt und auf der Homepage Informationen zusammengestellt. Wie wichtig diese Forschung ist, zeigt auch gleich eine der ersten News, denn hier konnte nur durch die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung das Gefahrenpotential von Nanopartikeln für den Organismus im Rahmen der Translationalen Forschung zusammengebracht werden. Wenn Sie auch gerne mal einen Teil zur Grundlagenforschung beitragen möchten, können wir Ihnen ein interessantes Citizen Science Projekt empfehlen: „The Secret Lives of Mice“. Hier helfen Sie der Wissenschaft und beobachten und beschreiben das ganz alltägliche Leben einer Labormaus oder Sie suchen sich ein anderes Projekt auf unserer „Aktiv werden“ Seite aus.

Eine neue Forschungsrichtung haben wir in unserem heutigen VBIO-Newsletter auch noch dabei, die Optoribogenetik. Da geht es mit dem Blaulicht zur RNA-Kontrolle. Oder eine Mikrobe, die Öl in Gas umwandelt, in diesem Fall Methan und wir nehmen Sie mit auf eine Reise der Pollen, bei der die Forscher die Hafteigenschaften untersuchen. Grundlage vielleicht für die Behandlung von Atemwegserkrankungen und Abhilfe bei Pollenallergien. Zu guter Letzt noch einen Hinweis zur Impfdebatte: Es gibt jetzt einen neuartigen Impfbaukasten für Pflanzen.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    VBIO Neues Positionspapier des VBIO: Grundlagenforschung wertschätzen, ausbauen und kommunizieren Der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) legt ein Positionspapier zur biowissenschaftlichen Grundlagenforschung vor. Nach Ansicht des  Biologenverbandes bedarf es eines besseren Verständnisses für den speziellen Charakter von Grundlagenforschung. Kurze Zyklen von Drittmittelprojekten widersprechen dem Charakter der Grundlagenforschung ebenso wie…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Biologisches Gefahrenpotenzial von Nanopartikeln untersucht Kohlenstoff-Nanopartikel sind ein vielversprechendes Werkzeug für biomedizinische Anwendungen, etwa für den gezielten Wirkstofftransport in Zellen. Ein Team aus Physik, Medizin und Chemie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun untersucht, ob diese Partikel für den Organismus potenziell gefährlich sind, beziehungsweise wie Zellen sich der Teilchen wieder zu entledigen…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Mit Blaulicht zur RNA-Kontrolle Boten-RNA-Moleküle enthalten Erbinformationen und steuern damit die Synthese von Proteinen in lebenden Zellen. Einen Weg, diesen für die Genexpression zentralen Vorgang zu regulieren, haben jetzt Biochemiker der Universitäten Bayreuth und Bonn: In bestimmten Actinobakterien kommt ein Protein vor, das unter blauem Licht RNA-Moleküle bindet und somit inaktiviert. So ist es prinzipiell…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Wie Pflanzen ihre CO2-Nutzung messen Trockenheit bedeutet für Pflanzen eine Gratwanderung: Sie müssen sich abschotten, um nicht zu viel Wasser zu verlieren, bekommen dann aber kaum Kohlendioxid ab. Ein Sensor-Netzwerk sorgt hier für die richtige Balance.   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Der Evolution des Sehvermögens auf der Spur Die Funktion des visuellen Fotopigments Rhodopsin und wie es das Sehen ermöglicht, ist gut erforscht. Offen ist bisher aber die Frage, welche anderen biologischen Funktionen diese Familie von Proteinen (Opsinen) hat. Dies hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen untersucht. Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, wie sich das Auge evolutionär…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Neuartiger Impfbaukasten für Pflanzen Einfach, schnell und flexibel: Künftig könnten Pflanzen deutlich leichter gegen Viren geimpft werden. Ein neues Verfahren dafür haben Forschende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB) und des Nationalen Forschungsrats in Italien (CNR) entwickelt. Damit lassen sich schnell passgenaue Wirkstoffe gegen verschiedene…   › weiterlesen  
   
    englisch Citizen Science: Secret Lives of Mice In collaboration with NC3Rs, MRC Harwell has launched a new citizen science project that aims to advance medical research and mouse welfare   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Biomarker verraten Gesundheit im Alter Kann man die Anfälligkeit älterer Menschen für Krankheiten anhand bestimmter Substanzen im Blut erkennen? Alternsforscher des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns und des Leiden University Medical Center (LUMC) wollen grundlegende Erkenntnisse aus der Forschung an Tiermodellen auf die Ursachen des Alterns im Menschen übertragen. Sie haben nun eine Kombination von Biomarkern im…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Alles in einer Zelle: Die Mikrobe, die Öl in Gas umwandelt Neue Bilder aus dem Mikroskop deuten darauf hin, dass die kürzlich entdeckten Mikroben Methanoliparia Methan aus Rohöl erzeugen können – und zwar ohne fremde Hilfe.  Die winzigen Organismen klammern sich an Öltröpfchen und vollbringen Großes: Ganz allein scheinen sie Öl in Methan umzuwandeln, in einem Verfahren namens Alkan-Disproportionierung. Bislang war dies nur von Symbiosen…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Die Reise der Pollen Für Allergikerinnen und Allergiker bedeutet der Pollenflug oft eine schwere Zeit. Für Pflanzen ist er hingegen eine der wichtigsten Möglichkeiten, sich zu vermehren: Neben dem Wind tragen vor allem Insekten die Pollen von einer Blüte zur anderen, um sie zu bestäuben. Hierbei müssen sich die Pollen immer wieder auf unterschiedlichen Oberflächen anhaften und sich ablösen. Die dafür…   › weiterlesen  


VBIO-Newsletter 32/2019

  eine Trauerfeier für einen toten Gletscher, vielleicht haben Sie davon ja schon in den Nachrichten gehört. Island und demnächst auch die Schweiz zeigen uns, wie weit der Klimawandel voranschreitet. In den VBIO-News finden Sie eine Studie zur „Fridays for Future“ Bewegung, die zeigt, dass die Demonstrierenden keineswegs hoffnungslos, sondern vielmehr handlungsbereit, politisiert und zuversichtlich sind, dass ihr Protest Veränderungen hervorrufen kann. Positive Veränderungen versprechen auch einige unserer News. Seit zwanzig Jahren sind Forscher aus Halle dem Erreger der Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln auf der Spur. Jetzt konnten sie wieder zwei neue Substanzen isolieren, die die pflanzliche Abwehrreaktion verstärken. Aus Abfall den Glühwürmchen-Leuchtstoff Luciferin herstellen, damit haben sich Forscher aus Thailand befasst und machen Schadstoffe wie Chlor- und Nitrophenole unschädlich. Eine ziemlich gute Erleuchtung! Zum Sehen braucht man auch eine Erleuchtung, die hatten auch die Mäuse, die mit 3D-Brillen auf nahe Objekte geschaut haben. Welche Regionen dann in Gehirn aktiviert wurden und wo das Nah-Erkundungsgebiet des Gehirns liegt, zeigen uns Max-Plank-Forscher. Manchmal muss man aber auch einfach mal die Augen zu machen, um zu schlafen. Nicht ganz ungefährlich, wenn man dabei sein Köpfchen unters Gefieder steckt. Warum? Lesen Sie es nach in unseren VBIO-News. Ihr VBIO-Team aus Berlin   Auswahl aktueller News     Wissenschaft Unerwartete Arbeitsteilung bei Kabelbakterien Die weltweit vorkommenden Kabelbakterien bilden elektrisch leitfähige, zentimeterlange Filamente. Kabelbakterien oxidieren Sulfid in tieferen, sauerstofffreien Sedimentzonen und leiten die dabei gewonnenen Elektronen zur Sedimentoberfläche, um dort Sauerstoff zu Wasser zu reduzieren. Bislang war jedoch nicht bekannt, welche Stoffwechselwege und Enzyme Kabelbakterien für ihren…   › weiterlesen    
  Wissenschaft Riskantes Schlafen mit verstecktem Kopf spart Energie bei nachtaktiven Zugvögeln Schlafen mit dem Kopf nach hinten ins Gefieder gesteckt ist eine verbreitete Verhaltensweise, die die meisten Vogelarten zeigen. Wissenschafter der Vetmeduni Vienna und der Universität Wien fanden nun heraus, dass das Verstecken des Kopfes während der Nachtruhe den Wärmeverlust bei Zugvögeln reduziert und deren Energiereserven dadurch geschont werden. Allerdings bedingt das Schlafen auf…   › weiterlesen    
  Politik & Gesellschaft Ein Jahr Fridays For Future – Erste umfassende Studie veröffentlicht Der erste „Schulstreik für das Klima“ Greta Thunbergs vor dem schwedischen Parlament am Freitag, den 20. August 2018 markierte den Startpunkt für eine globale Kampagne, die ein Jahr später als Fridays For Future (FFF) Hunderttausende auf die Straße bringt. Zum Jahrestag haben die Forscher/innen des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung Moritz Sommer, Dieter Rucht, Sebastian…   › weiterlesen    
  Wissenschaft Dem Geheimnis kranker Pflanzen auf der Spur Seit 20 Jahren forschen Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie an Phytophthora infestans, dem Erreger der Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln. Dabei fragen sie sich nicht nur, warum Phytophthora seine Wirtspflanze, die Kartoffel, krank macht, sondern auch, warum der Erreger die meisten anderen Pflanzen nicht erfolgreich besiedeln und krank machen kann. Diese…   › weiterlesen    
  Wissenschaft Erreichbare Dinge verarbeitet das Gehirn in speziellen Regionen Beim Betrachten von Objekten in Reichweite unserer Hände werden spezielle Bereiche im Gehirn aktiv. Das ist bei Mäusen ganz ähnlich. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie haben nun eine Hirnregion der Maus identifiziert, die auf die Wahrnehmung der nahen Umgebung spezialisiert zu sein scheint. Neben den visuellen Eindrücken erhält die Region auch Informationen der…   › weiterlesen    
  Wissenschaft Gestresste Pflanzen müssen Eisen im Griff haben Wenn Landpflanzen die Nahrung schwindet, müssen sie auf diesen Stressfaktor reagieren. Pflanzenforscher haben anhand von vorhandenem Datenmaterial untersucht, welche Gene sie im Stressfall aktivieren und wofür diese stehen.   › weiterlesen    
  Wissenschaft Einstufiges Analyse- und Entgiftungsverfahren produziert Luciferin Ein kombiniertes biochemisches Verfahren weist phenolische Schadstoffe nach und entfernt sie gleichzeitig aus der Umgebung. Viele in Industrie und Landwirtschaft eingesetzte Chemikalien können Menschen und Umwelt gefährden, wenn sich schädliche Abbauprodukte davon anreichern. Forscher aus Thailand haben nun eine einfache biobasierte Methode entwickelt, mit der sie phenolische…   › weiterlesen    
  Wissenschaft Plan B beim Cholesterintransport Ein bislang unbekannter, alternativer Cholesterin-Transportweg wurde jetzt von einem Kieler Biochemie-Forschungsteam im Zellinneren nachgewiesen.   › weiterlesen    
  Wissenschaft Crispr-Methode revolutioniert Durch die Weiterentwicklung der bekannten Crispr/Cas-Methode ist es nun erstmals möglich, Dutzende, wenn nicht Hunderte von Genen in einer Zelle gleichzeitig zu verändern.   › weiterlesen    
  Wissenschaft Fehlersuche im Erbgut: Welche Mutationen wirklich krank machen Die Steuerbereiche von 20 krankheitsrelevanten Genen wurden im Rahmen einer Studie gezielt verändert. Dadurch konnten diejenigen Veränderungen identifiziert werden, welche den größten Einfluss auf das Krankheitsgeschehen ausüben. Die Ergebnisse der Wissenschaftler*innen vom Berlin Institute of Health (BIH) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin ermöglichen nun die Vorhersage,…   › weiterlesen          


VBIO-Newsletter 31/2019

dürfte ich Sie auf ein Schlückchen koffeinhaltigen Nektar einladen? Die westliche Honigbiene wird jedenfalls von einigen Pflanzen mit diesem Nektar und Pollen mit Koffein belohnt und revanchiert sich dann durch eine erhöhte Sammeltätigkeit. Nicht jedoch die stachellosen Bienen in Brasilien, diese lassen sich nicht durch das Koffein auf den Kaffeeplantagen verführen. Vielleicht treffen sie sich ja heimlich bei einer Tasse Tee? Die könnte man sich auch bereitstellen, wenn es darum geht mal eine Pause zu machen. Diese ist nämlich sehr effektiv, wenn es um das motorische Lernen geht. Nicht nur ständiges Üben verfestigt das Gelernte, auch Pausen dazwischen verfestigen die Abläufe.

Keine Pause machen Bakterien, wenn sie gegen den Strom schwimmen, um sich auszubreiten. Mit Hilfe einer mathematischen Formel kann jetzt berechnet werden, welche Bewegungsmöglichkeiten einzelne Bakterien haben. So können in Zukunft schädliche Bakterien vielleicht an der Fortbewegung gehindert werden. Keine Formel brauchen hingegen Zellen, um sich vor DNA-Parasiten zu schützen. Hier sind die piRNAs die Beschützer des Genoms. Ihren Einsatz und die „Artenbildung“ unter Proteinen beobachteten Forscher und lieferten damit neue Erkenntnisse zur „molekularen Evolution“ von Proteinen.

Wir möchten Sie jetzt nicht daran hindern einen Blick in den VBIO-Newsletter zu werfen und wünschen Ihnen viel Spaß mit den aktuellen News.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Wie überlebt eine Garnele an giftigen Tiefseequellen? Die Lebensbedingungen im Umfeld von hydrothermalen Quellen der Tiefsee wie den Schwarzen Rauchern sind extrem: hoher Druck und Temperaturen, saures Meerwasser und giftige Chemikalien. Die Schlote der Tiefsee stoßen jedoch auch gelöste Nährstoffe aus. Diese locken Tiefseebewohner an, die an die extremen Umweltbedingungen angepasst sind. Dazu gehört die Garnele Rimicaris exoculata. Ein…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Zellbiologie – Raum und Regulation Wie verteilen sich Proteine und Stoffwechselprodukte auf die verschiedenen Zellorganellen? Dazu haben LMU-Biologen die subzelluläre Ebene des Stoffwechsels untersucht und neue Einblicke in die metabolische Dynamik gewonnen.   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Die Formel, die Bakterien stromaufwärts schwimmen lässt Bakterien können gegen den Strom schwimmen – und das ist oft ein ernstes Problem, etwa wenn sie sich in Wasserrohren oder in medizinischen Kathetern ausbreiten. Wie ihnen das gelingt, war bisher nicht klar. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung von Andreas Zöttl von der TU Wien, konnte diese Frage nun beantworten: Mit Hilfe von Experimenten und mathematischen Berechnungen…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft „Artenbildung“ bei Proteinen zum Schutz gegen DNA-Parasiten Wie sich Zellen gegen Genom-Parasiten schützen wurde jetzt von Forschenden am IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – in zwei aktuellen Publikationen aufgedeckt. Erkenntnisse daraus werfen neues Licht auf die „molekulare Evolution“ von Proteinen und das Wettrüsten zwischen Zellen und DNA Eindringlingen.   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Was ist wichtig? Aufgrund von Erkenntnissen bei der Untersuchung grundlegender Mechanismen der Genregulation und menschlicher Erbkrankheiten gingen Forschende bisher davon aus, dass die dreidimensionale Struktur der DNA für die Regulation von Genen essentiell ist. Durch Entfernung und Verlagerung von Bindungsstellen für CTCF, einen der Hauptakteure für die 3D-Faltung des Genoms, hat ein Team um Daniel…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Mach mal Pause! Stimulation des Gehirns hilft beim motorischen Lernen Wir bedienen das Smartphone oder schreiben auf einer Tastatur, tagtäglich automatisch und ohne nachzudenken. Diese Fertigkeiten mussten wir jedoch anfangs durch wiederholtes Üben mühsam erwerben. Das motorische Lernen erfolgt dabei sowohl während des aktiven Übens neuer Abläufe, als auch in den Pausen danach. Hier verfestigt sich das Gelernte, so dass es später wieder abgerufen werden…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Grenzen der Anpassung bei Steinkorallen Korallen sind seit Jahrmillionen grandiose Baumeister der Meere. Mit ihren Skeletten aus Kalk schaffen sie vielfältige Riffstrukturen. Dass die mit dem Klimawandel zunehmende Ozeanversauerung das Wachstum der Korallen beeinträchtigt, ist bekannt. Die Frage, ob und wie Korallen sich an Veränderungen anpassen können, haben Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des GEOMAR…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Stachellose Bienen lassen sich durch Koffein nicht austricksen Koffeinhaltiger Nektar und Pollen regt stachellose Bienen nicht – wie Honigbienen – zu mehr Sammeltätigkeit an   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Schlüsselproteine für die Reparatur von Nervenleitungen identifiziert Es ist allgemein anerkannt, dass Zellen des zentralen Nervensystems ihre Wachstumsfähigkeit einstellen, wenn sie diese nicht mehr benötigen. Dies geschieht normalerweise nachdem sie ihre Zielzellen gefunden und Verbindungen zu ihnen gebildet haben. Doch auch alte Nervenzellen haben das Potenzial, auszuwachsen und Beschädigungen zu beheben – ähnlich wie junge Zellen. Dies zeigen aktuelle…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Gedächtnisforschung: Fruchtfliegen lernen ihre Körpergröße einmal für das ganze Leben Drosophila melanogaster entwickelt stabiles Langzeitgedächtnis für Körpergröße und Reichweite durch Bewegungsparallaxe beim Gehen   › weiterlesen  


VBIO-Newsletter 30/2019

auch wenn im heutigen VBIO-Newsletter Begriffe wie Schwerkraft, Magnetfeld der Erde und Google Maps auftauchen, lesen Sie immer noch spannende Neuigkeiten aus dem Bereich der Biowissenschaften. Forscher haben sich mit der Evolution des Phänomens des Wurzelgravitropismus befasst und die hier entscheidenden Bausteine und Prozesse entdeckt und Mikrobiologen haben das Rätsel der Kompassnadel in Magnetbakterien entschlüsselt.

Über Googel Maps lesen wir in der Beschreibung der Software  „Big Sticher“ die es ermöglicht große Datenmengen so zu handeln, dass es möglich wird, sehr detailgenaue Einsichten in zelluläre Strukturen zu gewinnen. Natürlich als gratis Download.

Wer sieht was, womit und bei wem? Das könnte man sich bei der neuen Studie zu Birkenspannerraupen fragen. Und was und wie sieht die Raupe, wenn sie blind ist? Die Raupe sieht die Farbe des Zweiges auf dem sie sitzt, mit der „Haut“ und passt sich an. Eine Chance auf Futter hat nun nur der Vogel, der wirklich gut sehen kann.

Goldene Zeiten sehen auch Wissenschaftler in einem fast vergessenen Schatz in Genbanken, den Mais. Die genetische Vielfalt kann die Maiszüchtung bereichern und fit für den Klimawandel machen. Hier ist jedoch nicht etwa Hitzetoleranz entscheidend, sondern hier wird nach Kältetoleranz gesucht.

Wir hoffen, auch sie haben ein kühles Plätzchen und wünschen viel Spaß beim Lesen des Newsletters.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Google Maps fürs Gewebe Moderne lichtmikroskopische Techniken liefern überaus detailreiche Einblicke in Organe. Allerdings werden dabei Terabytes an Daten produziert, die meist kaum noch zu händeln sind. Eine Software, die ein Team um den MDC-Forscher Dr. Stephan Preibisch in „Nature Methods“ vorstellt, sorgt nun für Übersicht.
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    Wissenschaft Symphonie der Gene Es ist eine der spannendsten Entdeckungen in der Genomforschung, dass der letzte gemeinsame Vorfahre aller vielzelligen Tiere – welcher vor etwa 600 Millionen Jahren lebte – bereits ein äußerst komplexes Genom besaß und eine Vielzahl seiner Gene immer noch bei rezenten Arten (wie etwa dem Menschen) zu finden sind. Lange war jedoch unklar, ob auch die Anordnung dieser Gene im Genom eine…
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    Wissenschaft Sehen mit der Haut – Wie die Birkenspannerraupe zum Chamäleon wird Raupen des Birkenspanners sind nur schwer von einem Zweig zu unterscheiden. Dabei ahmen sie nicht nur die Form eines Zweigs nach, sondern auch dessen Farbe. In einer neuen Studie konnten Wissenschaftler von der Universität Liverpool und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie nun zeigen, dass Raupen die Farbe der Zweige mit der Haut wahrnehmen. Raupen, deren Augen geschwärzt…
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    Wissenschaft Als die Pflanzenwurzel lernte, der Schwerkraft zu folgen Die Wurzeln höher entwickelter Pflanzen folgen im Zuge ihres Wachstums der Schwerkraft. Wie und wann dieser Evolutionsschritt der Schwerkraft-Wahrnehmung erfolgte, war bislang nicht bekannt. Forschenden am Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) gelang es nun, entscheidende Bausteine und Prozesse zu identifizieren, die sich erstmalig vor rund 350 Millionen Jahren mit…
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    Wissenschaft Erste Schritte der iPS-Technologie entschlüsselt Die ursprünglichen molekularen Mechanismen der faktorinduzierten Reprogrammierung von differenzierten in pluripotente Zellen wurden jetzt von von einem Wissenschaftler-Team identifiziert. Diese Methode zur Herstellung so genannter induzierter pluripotenter Stammzellen (iPS) wurde erstmals 2006 veröffentlicht. Die genauen molekularen Mechanismen blieben jedoch ein Rätsel. In ihren…
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    Wissenschaft Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen Wie beeinflussen beispielsweise ein großer Aktionsradius und ein Wegesystem wie Menschen zum Ziel gelangen? Forscher des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig untersuchten, wie sich die Mbendjele BaYaka in der Republik Kongo und freilebende Schimpansen in der Elfenbeinküste durch den Regenwald fortbewegen. Ähnlich wie die Jäger und Sammler bewegen sich auch die…
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    Wissenschaft Neuer Mechanismus für die Entstehung allergischer Immunreaktionen identifiziert Eine aktuelle Forschungsarbeit beleuchtet einen neuen Mechanismus, der bestimmten allergischen Immunreaktionen zugrunde liegt. Das Innsbrucker Team um die Biologin Christine Heufler untersuchte Lipocaline – respiratorische Allergene, die Hundehaar- oder Katzenallergien auslösen – und konnte dabei den Formylpeptid Rezeptor (FPR) 3 als zentralen Player dieser allergischen Reaktion…
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    Wissenschaft Fast vergessener Schatz: Alte Landrassen könnten Mais fit für Klimawandel machen Goldgräber-Stimmung in der Maiszüchtung: Bislang kaum genutzte genetische Ressourcen können Mais künftig gegen Klimawandel wappnen
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    Wissenschaft Wie Kommunikation und Verhalten von Fledermäusen beim Verständnis der Sprachentwicklung hilft Eine neue Studie, beschreibt die positive Beziehung zwischen sozialer Interaktion und Lautäußerungen bei Fledermäusen. Forscherinnen des Museums für Naturkunde Berlin haben festgestellt, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen dem Informationsgehalt von Lautäußerungen und der jeweiligen sozialen Gruppengröße gibt, was auf eine evolutionäre Kopplung hinweist. Vergleichende…
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    Wissenschaft Perfekte Navigation: Das Rätsel der Kompassnadel in Magnetbakterien Bakterien der Spezies Magnetospirillum gryphiswaldense sind Einzeller, die ihre Fortbewegungen exakt am Magnetfeld der Erde ausrichten können. Sie verdanken diese Fähigkeit winzigen Magnetit-Kristallen, den Magnetosomen. Die Kristalle bilden in der spiralförmigen Bakterienzelle eine stabile schnurgerade Kette, die wie eine Kompassnadel wirkt. Mikrobiologen der Universität Bayreuth haben…
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VBIO-Newsletter 29/2019


vielleicht haben Sie ja Ihren Urlaub schon hinter sich oder treten ihn jetzt erst an und eventuell müssen Sie ja in Zukunft auch gar nicht mehr so weit fahren, um unter Palmen zu liegen. Die finden Sie inzwischen auch schon in den Wäldern der Süd-Schweiz und in Österreich. Manche Forscher fahren aber trotzdem noch nach Hawaii, um die Auswirkungen von eingeführten Arten auf die Biodiversität zu untersuchen. Sie stellten fest, dass schon kleine Eingriffe die Biodiversität schwächen.

Was hat der Fadenwurm (Caenorhabditis elegans) mit der Großen Wolfsraubfliege (Dasypogon diadema) zu tun? Beide stehen in unseren VBIO-News im Zusammenhang mit Gift. Der Eine schaltet seinen Entgiftungspfad ein, um Antioxidantien zu entfernen und die Andere produziert ihr eigenes, um andere Insekten zu jagen. Für die Umwandlung von toxischen Schwermetallen in unlösliche Mineralien sind hingegen Mikroorganismen zuständig. Haloarchaeen können sogar Uran & Co ausbremsen und kommen somit als natürliche Wächter für Endlagerstätten mit hochradioaktivem Abfall in Betracht.

Ewig jung oder auch ewiges Leben? Die Forschung an Planarien bringt uns da vielleicht etwas weiter. Hungerphasen haben einen positiven Einfluss auf den Stammzellpool und die Telomerlänge der Plattwürmer. Studien beim Menschen gibt es jedoch noch nicht, eine kleine Fastenphase könnte aber trotzdem nicht schaden.

Kommen Sie gut durch die heißen Tage,

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Palmen in Österreich als Folge des Klimawandels Die heißen Sommer und milden Winter der vergangenen Jahre als Folge des sich beschleunigenden Klimawandels haben deutliche Auswirkungen auf die Verbreitung von Tier- und Pflanzenarten. Während sich viele heimische Arten in höhere Lagen zurückziehen, breiten sich Wärme liebende Arten aus. Darunter befinden sich auch viele vom Menschen eingeführte exotische Tier- und Pflanzenarten….
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    Wissenschaft Hawaiis alte Inseln beheimaten die meisten Arten Das Verständnis, wie die Biodiversität durch mehrere Kräfte geformt wird, ist entscheidend für den Schutz seltener Arten und einzigartiger Ökosysteme. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Göttingen, des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) sowie der University of Hawai’i in…
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    Wissenschaft Unsterbliche Planarien Planarien sind sehr anpassungsfähige Tiere. Aufgrund ihrer hohen Anzahl an Stammzellen können sie aus einem kleinen Teilstück ihres Körpers den kompletten Organismus regenerieren. Forscher vom Leibniz-Institut für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena haben zusammen mit Kollegen des Spanish National Center for Cardiovascular Research in Madrid (Spanien) den…
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    Wissenschaft Einfacher als erwartet: Die bakteriellen Aufräumarbeiten nach Algenblüten sind gar nicht so komplex Algenblüten sorgen regelmäßig für schöne, verwirbelte Satellitenbilder von Seen und Ozeanen. Ab und an hört man auch von Ansammlungen giftiger Algen, die Fische, Menschen und andere Tiere gefährden. Weniger bekannt ist, was für eine bedeutende Rolle sie im globalen Kohlenstoffkreislauf spielen. Eine aktuelle Studie liefert nun überraschende Fakten über den Kohlenstofffluss in…
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    Wissenschaft Bakterien machen Korallen widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen des Klimawandels Internationale Wissenschaftler um den Konstanzer Biologen Prof. Dr. Christian Voolstra untersuchten das Wechselspiel zwischen Korallen und Bakterien zur Anpassung an veränderte Umweltbedingungen. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.
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    Wissenschaft Wie Urbakterien Uran & Co. ausbremsen: Forscher untersuchen Salz-tolerante Mikroben aus potenziellen Endlagerstandorten Mikroorganismen, die natürlicherweise in Salzlagerstätten siedeln, wandeln Schwermetalle in unlösliche Minerale um. Am Beispiel von Uran und Curium konnten Forscher des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) zeigen, dass diese „Biomineralisation“ bei niedrigen Konzentrationen der toxischen Schwermetalle vergleichsweise effektiv verläuft. Der natürliche Vorgang kann demnach die…
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    Wissenschaft Kleine Helfer für den Regenwald Primatenforscher zeigen, wie Affen zur Regeneration von Tropenwäldern beitragen
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    Wissenschaft Entgiftungspfad verlängert die Lebensdauer des Wurms C. elegans Ein Kölner Forschungsteam fand heraus, dass ein mutiertes Mitochondriengen die Lebensdauer des Modellorganismus C. elegans durch die Einschaltung eines Entgiftungspfades verdoppelt
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    Wissenschaft Das nützliche Gift der Fliegen Erstmals „Big Data“-Untersuchung der Evolution von Raubfliegengiften – Ergebnisse der Studie bieten Ansatzpunkte für nachhaltige Bekämpfung von Schadinsekten und Potenzial für pharmakologische Anwendungen .
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    Wissenschaft Das Klima wandelt sich schneller, als sich die Tierwelt anpassen kann Obwohl Tiere häufig auf den Klimawandel reagieren, sind solche Reaktionen im Allgemeinen unzureichend, um das rasante Tempo des Temperaturanstiegs zu bewältigen und gehen manchmal in die falsche Richtung.
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VBIO-Newsletter 28/2019



vier Milliarden Besucher vom europäischen Kontinent, die jedes Jahr nach Großbritannien aufbrechen um dort den Sommer zu verbringen – das kann in Zeiten eines ungeklärten Brexits ja nur eine Falschmeldung sein? Ist es aber nicht, denn bei den Reisenden handelt es sich um Schwebfliegen, die sich im Vereinigten Königreich bei Bestäubung und Blattlausvertilgung ausgesprochen nützlich machen. Im Herbst geht es dann bei guten Winden inklusive Nachwuchs wieder zurück. Netto fliegen dabei 28 Tonnen Biomasse mehr in Richtung Kontinent, als von dort aufgebrochen waren. Wie gut, dass dafür weder Einwanderungsrichtlinien noch Zollbestimmungen zu beachten sind….

Nicht ganz so weit, aber umso zielstrebiger, reisen Fliegen, die ein Forscherteam in der Elfenbeinküste beobachtete. Zuvor markierte Individuen folgten „ihrer“ Gruppe von Rußmangaben bzw. Schimpansen in einem dichten Schwarm, während sich die Affen kilometerweit durch den Regenwald fortbewegten. Die Wissenschaftler interpretieren dies dahingehend, dass die Anwesenheit von Fliegenschwärmen eine bisher kaum erforschte Begleiterscheinung von Sozialität sei.

Möge Ihnen diese Information helfen, entspannt zu bleiben, wenn Sie – sssssssst – bsssssirrr – sssssssst  – demnächst bei einem sommerlichen Picknick, einem erholsamen Nickerchen oder gar bei der Lektüre dieses VBIO-Newsletters von lästigen Fliegen umschwirrt werden.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit,
Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Politik & Gesellschaft Tierexperimentelle Forschung: Zwischen Tierschutz und wissenschaftlicher Qualität In der tierexperimentellen Forschung gilt es, höchste wissenschaftliche Qualität und hohe Tierschutzstandards gleichermaßen sicherzustellen, wobei es in der Praxis zu Wechselwirkungen und Spannungen kommen kann. Die Ständige Senatskommission für tierexperimentelle Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ruft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf, Tierschutzmaßnahmen…
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    Wissenschaft Nationalakademie Leopoldina fordert sozialverträgliche und innovationsfördernde Sofortmaßnahmen zum Klimaschutz Deutschland und die Weltgemeinschaft haben sich im Pariser Klimaabkommen 2015 dazu verpflichtet, die menschengemachte globale Erwärmung der Erde auf weniger als 2°C zu beschränken. Dieses Ziel ist nur noch zu erreichen, wenn sofort sowohl nationale wie auch internationale Vereinbarungen eingehalten werden. In der heute veröffentlichten Ad-hoc-Stellungnahme „Klimaziele 2030: Wege zu…
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    Wissenschaft Neuer Ausschaltmechanismus für Schalterproteine entdeckt Einen neuen Mechanismus, mit dem Schalterproteine abgeschaltet werden können, haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der schwedischen Universität in Uppsala entdeckt. Schalterproteine wie das Ras-Protein regulieren viele Prozesse im Körper und sind am Entstehen von Krankheiten wie Krebs beteiligt. Die Forscher um Prof. Dr. Klaus Gerwert und Dr. Till Rudack vom Bochumer Lehrstuhl…
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    Wissenschaft Regulation des Wurzelwachstums aus der Ferne: Wie Gene aus Blattzellen das Wurzelwachstum beeinflussen. Pflanzen verfügen über vielfältige und komplexe Kommunikationswege und das aus gutem Grund. Kommunikationsfehler oder „false news“ könnten die Pflanzen nämlich im schlimmsten Fall mit dem Tod bezahlen. Ein Wissenschaftlerteam des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie hat gemeinsam mit internationalen Kooperationspartnern einen völlig neuen Mechanismus der internen…
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    Politik & Gesellschaft Zweite Konferenz der Arten – Jetzt anmelden Unter dieser Überschrift lädt das Forschungsmuseum Alexander Koenig zur „Konferenz der Arten-Gemeinsam gegen das Artensterben“ vom 31.08. bis 01.09.2019 nach Bonn.
Die zweite Konferenz der Arten fokussiert auf die Fragen, was über den Artenschwund in Mitteleuropa bekannt ist, welche Veränderungen in der Landschaft beobachtet wurden, und welche Rolle die Artenkennerinnen und Artenkenner…
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    Wissenschaft Ein gestörter Geruchssinn hindert Tabakschwärmer an der Futtersuche, nicht aber an der Eiablage Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie haben mit Hilfe der Genschere CRIPSR-Cas9 den Geruchs-Ko-Rezeptor Orco in Tabakschwärmern funktionsunfähig gemacht. Verhaltensexperimente verdeutlichten, dass die Nahrungssuche dieser Motten sichtlich gestört ist. Die Motten flogen zwar Blüten des Stechapfels an, landeten aber abrupt auf der Pflanze, ohne überhaupt den…
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    Wissenschaft Schwebfliegen auf Reisen Das Leben auf der Erde ist ständig in Bewegung: Viele Tierarten ziehen im Rhythmus der Jahreszeiten von den Winter- in die Sommerlebensräume. Darunter sind auch viele Insekten – neusten Erkenntnissen zufolge auch Schwebfliegen. Wissenschaftler der Universität Exeter haben die Bewegungsmuster der Insekten in Großbritannien untersucht und herausgefunden, dass jedes Jahr bis zu vier…
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    Wissenschaft Bei Bakterien bestimmen die Nachbarn mit, welche Zelle zuerst stirbt: Physiologie des Überlebens Bakterien gehen in Hungerphasen nicht einfach nach dem Zufallsprinzip zugrunde, sondern auch die Nachbarzellen haben ein Wörtchen mitzureden. Ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) hat nun herausgefunden, dass vor allem zwei Faktoren über Leben und Tod entscheiden: die für das Weiterleben notwendige Energie und die Effizienz, mit der die Überlebenden Biomasse aus…
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    Wissenschaft Fliegen verbreiten Krankheiten möglicherweise auch unter Affen Auf der ganzen Welt haben Menschen ein ungutes Gefühl dabei, wenn Fliegen sich beim Sommerpicknick auf ihren Speisen niederlassen. Diese Vorbehalte sind begründet, denn frühere Studien zeigten, dass Fliegen unter Menschen und Nutztieren eine Vielzahl von Krankheitserregern verbreiten. In Zusammenarbeit mit Roman Wittig vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und dem…
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    Wissenschaft Neue Kieselalgen-Gattung Gomphonella entdeckt Die neue Kieselalgen-Gattung Gomphonella umfasst nach heutigem Wissensstand 30 Arten. Sie leben weltweit überwiegend in Süßwasserseen. Die Artenvielfalt von Gomphonella wurde durch den schlechten wissenschaftlichen Kenntnisstand bisher unterschätzt, weshalb sie für Gewässerqualitätsuntersuchungen im Rahmen der EU Wasserrahmenrichtlinie in Zukunft bedeutend werden könnte. Die Ergebnisse…
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VBIO-Newsletter 27/2019

qualitätsbewusste Nukleoli, stabilitätsfördernde Zentriolen und formschöne Mitochondrien – in den letzten Tagen ist viel Zellbiologisches über unseren Ticker gelaufen. Wir haben daraus für den wöchentlichen VBIO-Newsletter einen sommerlichen Nachrichtenstrauß gebunden. Eingeflochten haben wir auch Neuigkeiten aus der Gerste-Zucht  und Erkenntnisse zu hybriden Eissturmvögeln.

Es ist schon toll, was Biowissenschaftlerinnen und Biowissenschaftler so an spannenden Erkenntnissen zusammentragen!

Und: Grundlegendes biologisches Wissen wird für die Gesellschaft wie für den Einzelnen immer bedeutsamer – aber auch immer aufwändiger zu erschließen. Die Basis für eben jenes grundlegende biologische Wissen und den verantwortungsvollen Umgang damit wird im Biologieunterricht gelegt. Zeitgemäßer Biologieunterricht seinerseits braucht gut ausgebildete Lehrkräfte, die über hohe fachwissenschaftliche ebenso wie fachdidaktische Kenntnisse und Kompetenzen verfügen.

Und weil es diesbezüglich mancherorts noch deutlich „Luft nach oben“ gibt, hat der VBIO nun explizit Position bezogen zu den Themen Schulbiologie und Lehrkräftebildung Biologie. Und selbstverständlich wollen wir Ihnen die Lektüre dieser VBIO-News – trotz Ferienzeit – ganz besonders empfehlen.

Es grüßt Sie herzlich,
Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Ausbildung Dachverband VBIO bezieht Position zu Schulbiologie und Lehrkräftebildung Biowissenschaftliche Erkenntnisse liefern Grundlagen zur Beantwortung wesentlicher Zukunftsfragen für z. B. Gesundheit, Ernährung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Grundlegendes biowissenschaftliches Wissen wird so für die Gesellschaft wie für den Einzelnen immer bedeutsamer. Dabei bildet biologisch-naturwissenschaftliches Denken die Basis für rationale, wissensbasierte Entscheidungen….
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    Wissenschaft Das Kernkörperchen – bekanntes Organell mit neuen Aufgaben Der Nukleolus, das Kernkörperchen, ist eine altbekannte Zellstruktur, die unter dem Lichtmikroskop gut sichtbar ist. Die Struktur im Zellkern ist als Ort der Ribosomenproduktion bekannt. Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in einer aktuellen Studie, dass der Nukleolus auch ein Ort der Qualitätskontrolle für Proteine ist. Werden Zellen gestresst, neigen Proteine zur…
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    Wissenschaft Wie aus zwei Arten drei werden können Der kleine Entensturmvogel ist als Hybrid effizienter und erfolgreicher als die Ursprungsarten.
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    Wissenschaft Wie mehrzellige Cyanobakterien Moleküle transportieren Mit Hilfe der Kryo-Elektronenmikroskopie ist es Wissenschaftlern gelungen die Struktur und Funktion von Zell-Zell-Verbindungen bei fädigen mehrzelligen Cyanobakterien aufzuklären. Damit können sie nun erklären, wie diese Mikroorganismen den Transport von verschiedenen Stoffen zwischen einzelnen Zellen regulieren.
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    Wissenschaft Neuer Einblick in die Mechanismen der Zellteilung Die Mitose ist ein zellulärer Prozess, bei dem die in Chromosomen kodierten, genetischen Informationen auf zwei idente Tochterzellen verteilt werden. ForscherInnen der Gruppe von Alexander Dammermann an den Max Perutz Labs, einem Joint Venture der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien, haben untersucht, wie Zentriolen zu diesem Prozess beitragen.
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    Wissenschaft Der Kampf zwischen Virus und Wirtszelle Zellen sind mit wirkungsvollen Abwehrmechanismen ausgestattet, um gegen Eindringlinge vorzugehen. Schlacht- und Bauplan sind in den Genen festgeschrieben, die bei einem feindlichen Angriff aktiviert werden müssen. Wissenschaftler des Helmholtz-Instituts für RNA-basierte Infektionsforschung (HIRI) in Würzburg, einem Standort des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung…
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    Wissenschaft Was die Kraftwerke der Zelle in Form hält Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen. Hier wird Energie in Form chemischer Verbindungen wie ATP gewonnen. Um dieser Aufgabe optimal nachgehen zu können, haben Mitochondrien einen ganz bestimmten Aufbau: Sie besitzen neben einer äußeren Membran auch eine innere, die mit zahlreichen Einstülpungen versehen ist. An dieser inneren Membran befinden sich alle Enzyme, die für die…
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    Wissenschaft Im aktiven Zentrum der Kohlendioxid-Fixierung Um die Klimakrise zu bewältigen, muss der Mensch einerseits dringend Kohlendioxid-Emissionen reduzieren. Gleichzeitig müssen neue Wege gefunden werden, der Atmosphäre aktiv Kohlendioxid zu entziehen. Letzteres ist Ziel der Forscher um Tobias Erb vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg. Ihre Ansätze sollen langfristig nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch der…
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    Wissenschaft Hitze, Salz, Dürre: Diese Gerste trotzt dem Klimawandel Forschen für Ernährungssicherheit: Eine neue Gerstenlinie sorgt selbst bei schlechten Umweltbedingungen für gute Ernteerträge. Gezüchtet wurde sie von einem Forschungsteam der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), das dafür eine gängige Sorte mit verschiedenen Wildgersten kreuzte. Anschließend haben die Forschenden die neuen Linien an fünf sehr unterschiedlichen Standorten…
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    Wissenschaft Chemikalien testen ohne Tierversuche an Nagetieren In den letzten Jahren hat die Zahl neurologischer Entwicklungsstörungen bei Kindern zugenommen. Epidemiologische Daten legen nahe, dass Faktoren des Lebensstils und Chemikalien, die in unserem Umfeld eingesetzt werden, dazu beitragen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Physiologie und Zellbiologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo)…
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VBIO-Newsletter 26/2019

Pflanzen die Tiere fressen, das kommt ja nicht so oft vor. Interessant wird es, wenn Forscher herausfinden wollen, wie sich die Pflanze vor dem Verhungern durch Überaktivität schützt. Also nur dann Zuschnappen, wenn auch die richtig dicken Fliegen in die Falle gehen. Dazu haben sie die Sinneshaare der Venusfliegenfalle unter die Lupe genommen und Blattschneideameisen auf ihrem Heimweg einfach mal über eine Fliegenfallenbrücke geleitet. Wie es ausgegangen ist, erfahren Sie in den News. Ob die Ameisen das Experiment auch wertgeschätzt haben, wissen wir nicht, aber Wirtschaftswissenschaftler haben jetzt mit Hilfe einer ganz anderen Studie erforscht, ob Ameisen genau wie Menschen den Wert relativ zu ihren Erwartungen beurteilen. Und da sind uns Ameisen doch ähnlicher als wir denken.

Ein weiterer überraschender Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Biowissenschaften ergibt sich aus einer Studie aus der Schweiz. Hätten Sie gedacht, dass die Finanzkrise von 2008 Spuren im Genfersee hinterlässt? Mehr Sedimentablagerungen durch weniger Bautätigkeit. Noch weiter in die Vergangenheit führen uns die Zähne des weißen Hais und siehe da, auch der hat mal ganz klein angefangen und stammt von Palaeocarcharias stromeri ab, einem kleinen unscheinbaren Hai. Noch kleiner ist ein fossiler Wasserfloh im finnischen Lappland, der jetzt wieder zum Leben erwacht ist. Wahrscheinlich wurde er bis jetzt einfach übersehen und nur seine fossilen Artgenossen waren bekannt.

Wir hoffen, Sie übersehen unseren VBIO-Newsletter nicht und wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Gutes Gespür für Moskitos Venusfliegenfallen können sogar Berührungen von extrem leichten Tieren wahrnehmen. Auf diese Weise schützen sie sich vor dem Verhungern durch Überaktivität. Das zeigt eine neue Studie von Forschern aus Würzburg und Cambridge.
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    Wissenschaft Serienkiller im Dienst des Immunsystems Natürliche Killerzellen können uns vor Krebs schützen, indem sie Tumorzellen umbringen. Das gelingt ihnen über unterschiedliche Wege. Wann die Immunzellen welchen Mechanismus nutzen, ist bislang jedoch kaum untersucht. Forschende des Leibniz-Instituts für Arbeitsforschung konnten mit einem internationalen Team zeigen, dass eine Immunzelle nicht zufällig entscheidet, wie sie die…
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    Wissenschaft Klimawandel – Flechten, die ersten Siedler nach der großen Schmelze Flechten gehören zu den ersten Organismen, die Felsen oder steinige Böden nach der Gletscherschmelze neu besiedeln. Forscher u.a. der Botanischen Staatssammlung München (SNSB-BSM) untersuchten die Flechtenvegetation nach dem Abschmelzen von Eismassen in der Antarktis.
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    Wissenschaft Neutrale Evolution prägt Lebenserwartung und Alterung Die verschiedenen Arten der afrikanischen Killifische unterscheiden sich stark in ihrer Lebenszeit – von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns in Köln haben untersucht, wie sich unterschiedliche Lebensspannen in der Natur entwickeln. Sie haben einen grundlegenden Mechanismus entdeckt, durch den sich schädliche…
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    Wissenschaft Der Urahn des Weißen Hais Die Gruppe der Makrelenhaiartige umfasst einige der charismatischsten uns bekannten Haiarten, wie den Makohai, den berüchtigten Weißen Hai und nicht zuletzt Megalodon, den größten bekannten räuberischen Hai, der jemals die Weltmeere durchstreifte. Eine internationale ForscherInnengruppe um Patrick L. Jambura von der Universität Wien fand nun heraus, dass die Zähne dieser Top-Räuber eine…
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    Wissenschaft „Reaktivere“ Landoberflächen kühlten die Erde ab In einer neuen Studie konnte gezeigt werden, dass ein fast zwanzig Jahre altes Paradigma zur Abkühlung der Erde vor der letzten Eiszeit nicht haltbar ist. Demnach hat eine erhöhte „Reaktivität“ der Landoberfläche zu einer entscheidenden Abnahme von CO2 in der Atmosphäre und damit einem Rückgang des natürlichen „Treibhauseffekts“ geführt berichten Forschende der ETH Zürich, der Stanford…
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    Wissenschaft Wert ist relativ – für Menschen, wie für Ameisen Für Menschen ist fast alles relativ. Wie wir unsere Gehälter, unsere Regierung und unsere Partner beurteilen hängt zu einem Großteil davon ab, was wir erwarten und wie unsere bisherigen Erfahrungen waren. Forscher der Universitäten in Regensburger und Passau haben jetzt herausgefunden, dass Ameisen, genau wie wir, Wert relativ zu ihren Erwartungen beurteilen.
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    VBIO Karl von Frisch-Preisverleihung des VBIO Landesverbandes NRW 2019 Am Donnerstag, dem 27.06.2019 erhielten 51 beste Bio-Abiturienten in NRW den Karl von Frisch-Abiturientenpreis im Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund.
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    Wissenschaft Finanzkrise von 2008 hinterlässt Spuren im Genfersee Eine Studie zum Transport von Sedimenten im Rhonetal fördert Überraschendes zutage: Schmelzende Gletscher haben den Rückhalteeffekt der zahlreicheren Wasserkraftwerke mehr als kompensiert. Die Daten widerspiegeln ausserdem den Rückgang der Bautätigkeit aufgrund der Finanzkrise von 2008. Diese Forschungsarbeit ist für Europa eine Premiere und liefert wichtige Erkenntnisse insbesondere…
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    Wissenschaft Fossiler Wasserfloh erwacht zum Leben In einem See in Finnland wurde eine als ausgestorben geglaubter Wasserfloh wiederentdeckt. Die Wasserflohart ist fossil relativ häufig überliefert, Forschenden erbrachten nun den ersten rezenten Nachweis. Anhand der Morphologie des Krebstieres konnten die Wissenschaftler*innen den Wasserfloh als Rhynchotalona latens beschreiben und revidierten damit die bisherige taxonomische Zuordnung….
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Auswahl aktueller Termine

Lehrerfortbildung | International

11.09.2019
Forum Wissenschaft und Schule des AK Schulbiologie im VBIO: „Naturwissenschaftliche Kompetenzen in der Gesellschaft von morgen“

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Business | Berlin

28.08.2019 – 31.08.2019
From Target to Market – The GLA Biotech & Pharma Summer School

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Fortbildung/Kurs | VBIO

25.07.2019
BY-PI04 Verhaltensbiologieforschung in Seewiesen – Anregungen für den Unterricht in der Oberstufe

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› Weitere Termine finden Sie unter www.vbio.de/termine




VBIO-Newsletter 25/2019

hatte Popey der Comic-Matrose doch recht, wenn er seine Dose Spinat zu sich nahm, bevor er seine Muskeln spielen ließ? Kommt das grüne Gemüse jetzt auf die Dopingliste? Ein Extrakt aus Spinat kann zu Leistungssteigerungen im Spitzensport führen, sagt zumindest eine Studie. Allerdings wäre die Spinatmenge jedoch erheblich, die man täglich essen müsste, um einen starken Effekt auf die Muskelzellen zu erreichen.

Ob Karl Lagerfeld Spinat mochte wissen wir nicht, seine Stärken lagen auf jeden Fall eher im modischen Bereich. Sein Aussehen hat Hamburger Forscher jetzt dazu bewogen eine neue Springspinnenart nach ihm zu benennen. Mit seinem weißen Haarschopf und der schwarzen Sonnenbrille sah er der Spinne wohl sehr ähnlich. Eine weitere berühmte Persönlichkeit findet sich in einer Studie von Forschern zur Fortpflanzung von Gerste. Hier geht es um den allelischen Doppelzustand von Jekyll. Das Gen hat nämlich genau so eine Doppelpersönlichkeit wie „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“.

Mit nur einem einzigen Gen, das für den pflanzlichen Duftstoff Linalool verantwortlich ist, haben sich Forscher aus Jena beschäftigt. Sie fanden heraus, dass die chemische Sprache von Pflanzen kontextabhängig ist und die Wirkung des Duftstoffs auf Insekten sehr unterschiedlich ausfallen kann, je nach natürlicher Umgebung und genetischer Ausstattung der Pflanze.

Ihr VBIO-Team aus Berlin

Auswahl aktueller News


    Wissenschaft Die chemische Sprache von Pflanzen ist kontextabhängig Die ökologische Funktion des pflanzlichen Duftstoffs Linalool in wilden Tabakpflanzen der Art Nicotiana attenuata wurde von einem Team von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie untersucht. Sie fanden das Gen, das für die Produktion verantwortlich ist und zu stark unterschiedlicher Abgabe des Duftstoffs von verschiedenen Pflanzen derselben Art führt….   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Modisch auf acht Beinen: Springspinne nach Karl Lagerfeld benannt Der weiße Haarschopf und die schwarze Sonnenbrille waren die Markenzeichen des Modezars und gebürtigen Hamburgers Karl Lagerfeld (1933–2019). Da eine neu entdeckte Springspinnenart aus Australien die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Hamburg, Brisbane und Melbourne an Lagerfelds Modestil erinnerte, heißt die Art nun offiziell Jotus karllagerfeldi.   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Umweltschonende Bekämpfung verbreiteter Krankheiten bei Fischen und Amphibien Lebewesen im Meer und im Süßwasser weltweit sind von Pilz- und pilzartigen Krankheiten bedroht. Diese Krankheitserreger sind vor allem in der Aquakultur gefürchtet. Sie stellen aber auch eine Bedrohung für die Biodiversität von Amphibien dar. Es gibt nur wenige zugelassene chemische Mittel zur Bekämpfung, mit oft unerwünschten Nebenwirkungen. Forschende vom Leibniz-Institut für…   › weiterlesen  
   
    Biobusiness Bioinformatik und die Zukunft von Genbanken Den Wandel von Saatgut-Sammlungen zu bio-digitalen Ressourcenzentren haben Wissenschaftler des IPK in einem Perspektivenessay in Hinblick auf die bevorstehenden Herausforderungen und Möglichkeiten für die Zukunft von Genbanken betrachtet. Sie betonen, dass die Entwicklung der Genbanken zu bio-digitalen Ressourcenzentren, welche Saatgut sowie die molekularen Daten der eingelagerten…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Gestresste Pflanzen blühen früher Den Einfluss bestimmter Proteine auf den pflanzlichen Blütezeitpunkt hat ein Kieler Botanik-Forschungsteam beschrieben und einen bisher unbekannten Baustein dieser Regulation charakterisiert.   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Stammzellen im Magen verteidigen sich gegen Bakterien Unsere Schleimhäute sind ständig zahlreichen Bakterienarten ausgesetzt. Einige dieser Bakterien können in ihren Wirtszellen DNA-Schäden verursachen. Im Normalfall stellt dies kein Problem dar – durch den schnellen Schleimhautwechsel werden geschädigte Zellen innerhalb weniger Tage abgebaut. Wenn die Bakterien jedoch langlebige Stammzellen schädigen, die den Zellnachschub bereitstellen,…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Netzwerke der Genaktivität steuern die Organentwicklung Erstmals haben Wissenschaftler in zwei großen Studien vergleichend die genetischen Programme entschlüsselt, die die Entwicklung wichtiger Organe beim Menschen und bei anderen ausgewählten Säugetieren vor und nach der Geburt steuern. Dabei konnten die Molekularbiologen der Universität Heidelberg unter anderem zeigen, dass alle untersuchten Organe fundamentale und ursprüngliche…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Die zwei Gesichter des Jekyll Gens Artgruppen- oder artspezifische Gene können wichtige genetische Veränderungen innerhalb von Abstammungslinien aufzeigen. Oft spielen solche linienspezifischen Gene eine Rolle bei der sexuellen Fortpflanzung, wodurch sie die reproduktive Isolation und, in Folge dessen, Artenbildung fördern. Bei der Erforschung des Jekyll Gens, welches unentbehrlich für die Fortpflanzung von Gerste ist,…   › weiterlesen  
   
    Wissenschaft Spinat-Extrakt führt zu Leistungssteigerungen im Sport Ein Extrakt aus Spinat kann einer internationalen Studie zufolge zu Leistungssteigerungen im Spitzensport führen. Wie die von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in Auftrag gegebene Krafttrainingsuntersuchung ergab, hat die Substanz Ecdysteron – ein sogenanntes Phytosteroid – nach Einschätzung der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler starke Effekte auf Muskelzellen. … › weiterlesen  
   
    VBIO VBIO: Fachgespräch zu Genome Editing Auf Initiative von WGG (Fachgesellschaft im VBIO) und VBIO kamen im Juni Pflanzenforscherinnen und Pflanzenforscher mit Vertretern des BMU und des BfN zu einem Fachgespräch zum Thema Genome Editing zusammen. Ein Augenmerk lag dabei auf den Auswirkungen des EuGH-Urteils zur Freisetzungsrichtlinie 2001/EG auf die wissenschaftliche Forschung.   › weiterlesen